Ein Leithammel mit kreativem Kopfdekor:
Der Scharner Paul fühlt sich wohl als Kapitän
- Scharner: "Umsonst bekommt man die Schleife nicht"
- Neue Farbe soll Schwarz-Weiß-Denken symbolisieren

·Janko: "Da spielt David gegen Goliath"
Rollenverteilung im Spiel gegen Spanien ist klar
·Man kann sie ruhig Angstgegner nennen
Oft leichtes Spiel für Spanier gegen Österreich
Der jüngste mediale Gegenwind für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft hat bei Paul Scharner sichtbare Spuren hinterlassen. Der ÖFB-Kapitän trägt seit vergangenem Donnerstag eine Frisur, die sein Haupthaar in eine weiße und eine schwarze Hälfte teilt. "Das soll das Schwarz-Weiß-Denken symbolisieren", erklärte der Wigan-Legionär vor dem Duell mit Europameister Spanien.
Scharner brachte damit seinen Ärger über die jüngsten Presseberichte zum Ausdruck. "Seit dem Frankreich-Match wird auf einmal wieder alles kritisiert. Aber unser Weg passt", meinte der Niederösterreicher, der nach wie vor eine Aufbruchsstimmung rund um die ÖFB-Auswahl ortet. "Die Fans können sich wieder mit dem Team identifizieren", behauptete der 29-Jährige.
Für die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft ist laut Scharner auch die neue Hierarchie verantwortlich, in der er als momentaner Spielführer eine wichtige Rolle spielt. "Ich verstehe mich als Leithammel. Ich bin derzeit Kapitän und umsonst bekommt man die Schleife nicht, auch wenn das Kapitänsamt nicht überbewertet werden sollte."
Geht es nach Scharner, dann sollte auch ein mögliches schlechtes Resultat gegen Spanien nicht überbewertet werden. "Die Spanier sind on top, sie sind verdient Europameister geworden und eine der besten Mannschaften auf dem Planeten. Wir haben nichts zu verlieren, können uns etwas abschauen und dürfen nicht in Angststarre verfallen. Es geht darum, dass wir uns weiterentwickeln", betonte der 28-fache Internationale.
(apa/red)
