Arigona erhält Unterstützung aus der ÖVP:
Grazer Bürgermeister für eine 'Ausnahme'
- Nagl: 'Integrierte Menschen sollen hier leben dürfen'
- ÖVP-Generalsekretär: 'Recht muss Recht bleiben'
UMFRAGE: Soll man hier eine Ausnahme machen?

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl spricht sich für einen Verbleib der Familie Zogaj in Österreich aus: "Ich bin für eine Regelung, die Ausnahmen erlaubt", erklärte Nagl. Menschen, die aufgrund eines jahrelangen Asylverfahrens schon so lange in Österreich leben und integriert seien, sollten auch hier leben dürfen: "Man sollte auch im Fall Zogaj eine Ausnahme machen", so der Bürgermeister.
Innenministerin Maria Fekter "bewegt sich im Rahmen der Gesetze, daraus ergeben sich manchmal Härten", so Nagl in der "Kleinen Zeitung". Für Arigona sei das "eine Katastrophe: Hier zu Hause und integriert zu sein und jetzt de facto in ein fremdes Land abgeschoben zu werden". Der Grazer Bürgermeister sprach sich daher in diesem Fall für eine Ausnahme von der Regel aus.
ÖVP-Generalsekretär Kaltenegger erklärte zur Äußerung Nagls: "Recht muss Recht bleiben." Die Entscheidung der Behörden sei zu akzeptieren, stellte Kaltenegger klar. Der steirische BZÖ-Chef Grosz meinte bezüglich Nagls Äußerung: "Der Fall Zogaj ist das Synonym für tausendfachen Asylbetrug in Österreich." Es seien nicht, wie Nagl behaupte, die Behörden, die dieses Verfahren über sieben Jahre in die Länge gezogen hätten, sondern die "mutwillige Inanspruchnahme des Instanzenzuges durch die Familie selbst", so Grosz.
(apa/red)
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