David Alaba träumt vom großen Arsenal:
ÖFB-Youngster hat klare Karrierepläne
- Vorher will ÖFB-Junior bei den Bayern Fuß fassen
- Teenager spekuliert mit einem Sieg gegen Spanien

David Alaba als Österreichs jüngster Fußball-Teamspieler hat seine Karrierepläne sorgfältig sortiert. Zunächst will sich der Mittelfeldspieler beim FC Bayern etablieren, in fernerer Zukunft hofft der Teenager auf einen Vertrag bei seinem Lieblingsverein Arsenal. "Ich bin eher einer, der sich kleinere, realistische Ziele steckt. Aber ich habe auch Träume", erzählte der 17-Jährige.
Eines seiner kurzfristigen Ziele wird der Linksfuß schon demnächst erreichen: Ab Jänner darf Alaba regelmäßig mit den Münchner Profis trainieren, im Einsatz wird das "Juwel", wie ihn U21-Coach Andreas Herzog nennt, bis auf weiteres aber noch für die Amateure des deutschen Rekordmeisters in der dritten Liga sein. "Jetzt geht es einmal darum, bei den Profis Fuß zu fassen. Ich werde am Boden bleiben und will mich weiterentwickeln", versprach der Ex-Austrianer.
Möglichkeiten zur Steigerung gebe es genug. "Ich muss mich in allen Belangen verbessern, zum Beispiel im Kopfballspiel. Mein rechter Fuß ist nicht so stark wie mein linker, ich muss robuster werden und körperlich noch viel zulegen, muss meine Technik noch verfeinern", erklärte Alaba.
In diesem Zusammenhang war ihm Amateure-Coach Mehmet Scholl bisher eine große Hilfe. "Er ist ein super Trainer, zwar noch jung, doch man sieht, wie viel Erfahrung er hat. Er gibt einem viele Tipps, wie man sich zum Beispiel mehr Platz verschafft. Das sind einfache Sachen, die ich aber ohne ihn nicht gewusst hätte", meinte Alaba.
Van Gaal und die Disziplin
Der ÖFB-Rohdiamant hat in einigen Einheiten auch schon mit Profi-Coach Louis van Gaal Bekanntschaft gemacht. "Er legt viel Wert auf Disziplin, nicht nur auf dem Platz. Doch er ist nicht stur und hart, sondern weiß auch, wann man einen Spieler unterstützen muss", sagte Alaba, dem in seinen Gastauftritten bei der Einser-Mannschaft vor allem vom Reservisten Alexander Baumjohann geholfen wurde. "Aber ich bin auch von allen anderen super aufgenommen worden."
Da lässt es sich leicht verkraften, dass Alaba in München aufgrund seines Reisepasses so mancher Häkelei ausgesetzt ist. "Als Österreicher wird man schon ein bisschen belächelt, aber das ist eher zum Spaß." Immerhin habe man auch in Deutschland die jüngsten Europa-League-Erfolge des kleinen Nachbarn mitbekommen. "Daran sieht man, dass die österreichische Liga nicht schlecht ist. Wir haben Clubs, die auf europäischem Niveau spielen können."
Kindheitstraum Arsenal
Europäisches Level möchte auch Alaba so schnell wie möglich erreichen - und irgendwann einmal das Trikot der "Gunners" überstreifen. "Schon als Kind habe ich davon geträumt, für Arsenal zu spielen. Mir taugt die Philosophie. Dort wird viel mit Jungen gearbeitet und die Art, wie sie Fußball spielen, ist wunderbar", meinte der bis 2011 an der Isar unter Vertrag stehende Wiener, betonte aber auch: "Ich fühle mich bei den Bayern sehr wohl." Auch mit dem ÖFB-Team hat Alaba noch viel vor. "Ich möchte mit Österreich bei einem großen Turnier dabei sein."
Vorerst einmal geht es am Mittwoch gegen eine große Mannschaft, den aktuellen Europameister Spanien. "Ich hoffe, dass ich in diesem Match im Kader bin", sagte Alaba. Im letzten Länderspiel des Jahres spekuliert der 17-Jährige mit einer Überraschung. "Ich will siegen und glaube daran, dass es möglich ist. Wenn ich spiele, will ich immer gewinnen. Den nötigen Respekt braucht man vor jedem Gegner, aber wir haben jetzt viele Winner-Typen in unserer Mannschaft", behauptete der Jung-Nationalspieler.
(apa/red)
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