Strache kritisiert friedliche Demonstration:
Kommers eine Frage der Meinungsfreiheit?
- 500 Linke protestierten gegen Burschenschaftstreffen
- Rudas nannte Straches Kommers-Auftritt "peinlich"

FPÖ-Chef Strache hat den umstrittenen Festkommers der Burschenschafter in der Wiener Hofburg verteidigt. Schon im Vorfeld habe man aber "deutlich erkennen können, wie es in Österreich im 21. Jahrhundert um die Versammlungs- und Meinungsfreiheit bestellt ist", kritisierte Strache die Gegendemonstrationen. Am Ring protestierten 500 Linke friedlich gegen die Veranstaltung.
Linke Gruppierungen würden "bewusste Hetze" gegen die Burschenschafter betreiben. Die "Vorväter" der Burschenschafter hätten stets für Demokratie und Freiheitsrechte gekämpft, meinte Strache, der bei der Veranstaltung auch die Festrede gehalten hat.
Straches "peinlicher" Auftritt
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Rudas nannte Straches Auftritt beim Kommers "peinlich". Statt an Lösungen für ein friedliches Zusammenleben interessiert zu sein, widme sich der FPÖ-Chef lieber "im Kreise dubioser Gestalten ewiggestrigem Gedankengut, Deutschtümelei und absurden Ritualen".
Bei der Veranstaltung der Burschenschafter wurden über tausend Teilnehmer aus ganz Europa erwartet. Die Polizei hatte aufgrund der Gegendemonstrationen ein umfangreiches Platzverbot rund um die Hofburg ausgesprochen.
Friedliche Demonstrationen
Unterdessen kam es im Zusammenhang mit dem Kommers am Ring eine Demonstration linker Gruppierungen gegen Faschismus. Die Polizei zählte rund 500 Teilnehmer. Zeitgleich fand auch die Aktion "Wiener Lichter" hinter dem Rathaus statt. Unterstützt wurden sie von Audimax-Besetzern, so stand etwa auf einem Plakat "Unis besetzen, Nazis räumen". Gegen 21.00 Uhr wurde die Demo aufgelöst. Ein Teil der Protestierenden zog sich ins besetzte Audimax zurück. Laut Exekutive kam es zu keinen Zwischenfällen.
(apa/red)
