Kündigungswelle bei den Bundesbahnen?
ÖBB-Berater empfiehlt eklatanten Jobabbau
- Mehr als 3.400 Mitarbeiter sollen bis 2015 gehen
- Traktion und Verschub sollen fusioniert werden

Geht es nach dem von den ÖBB beauftragten internationalen Berater Roland Berger, dann stehen der Bahn dramatische Einschnitte beim Personal in Verschub und Traktion (Fahrbetrieb) bevor. Demnach soll es im Verschub bis zum Jahr 2015 um 1.600 Mitarbeiter weniger geben, eine Reduktion von fast 50 Prozent. In der Traktion sollen von 6.324 rund 1.830 Mitarbeiter gehen.
Roland Berger beziffert die durchschnittliche Netto-Arbeitszeit eines Lokführers mit jährlich 1.312 Stunden - die durchschnittliche Jahresarbeitszeit liegt in Österreich bei 1.785 Stunden. Abzüglich fahrplanbedingter Unterbrechungen, nicht abgerufener Bereitschaftsdienste und so genannter Verkehrszuwartezeiten ergebe sich eine tatsächliche Fahrtätigkeit von 805 Stunden.
"Presse" und "Standard" berichten, dass die für Lokführer, Fahrbetrieb und Wagendienst zuständige ÖBB-Traktion (gehört RCA und Personenverkehr je zur Hälfte) mit dem vom Staat jährlich mit mehr als 135 Millionen Euro subventionierten Verschub (gehört derzeit der ÖBB-Infrastruktur-AG) zur ÖBB-Produktion-GmbH fusioniert werden sollen.
(apa/red)
