Rapid siegt auch in Unterzahl souverän:
Katzer sorgt für goldenes Tor gegen Ried
- Nach Rot gegen Gartler 30 Minuten lang nur zu zehnt
- Wikinger in Überzahl nur durch Standards gefährlich

Der SK Rapid Wien bleibt heimlicher Tabellenführer der österreichischen Fußball-Bundesliga. Die Wiener besiegten die SV Ried durch ein Tor von Katzer (12.) 1:0 und sind nun mit einem Punkt Rückstand auf Meister Salzburg Zweiter. Allerdings hat Rapid ein Spiel weniger ausgetragen. Der Sieg des Rekordmeisters war ungefährdet, obwohl die Wiener nach einer Roten Karte gegen Gartler (56.) länger als eine halbe Stunde in Unterzahl spielten.
Die frühe Führung erleichterte dem Rekordmeister das Spiel erheblich. Linksverteidiger Markus Katzer, der bereits vor einer Woche beim 4:0-Sieg gegen Mattersburg das erste Tor erzielt hatte, traf in der 12. Minute per Kopfball, nachdem Jürgen Patocka nach einem Corner den Ball wieder in die Mitte gebracht hatte.
Beide Mannschaften zeigten danach bis zu Gartlers Ausschluss ein offenes Spiel, wobei Rapid die besseren Chancen hatte. Branko Boskovic (41.) köpfelte kurz vor der Pause aus zwei Metern über das Tor, fünf Minuten zuvor war er mit einem Volleyschuss (36.) nur knapp gescheitert.
Umstrittener Ausschluss
Auch Ried hatte in der ersten Hälfte gute Tormöglichkeiten. Nacho (28., 43.) vergab zweimal spektakulär, als er einen Flugkopfball und einen Fallrückzieher neben das Tor setzte. Insgesamt hatte Rapid das Spiel aber im Griff. Auch die Rote Karte gegen Stürmer Rene Gartler in der 56. Minute gefährdete den Sieg der Wiener kaum. Der schwache Schiedsrichter Thomas Einwaller schloss den Rapid-Angreifer aus, nachdem Gartlers Hand im Zweikampf mit Martin Stocklasa dessen Gesicht berührt hatte - eine mehr als diskutable Entscheidung.
Rapid-Coach Peter Pacult reagierte sofort und brachte den defensiven Mittelfeldspieler Stefan Kulovits für Christopher Drazan. Rapid überließ den Gästen nach dem Ausschluss die Initiative, Ried konnte aber keine zwingenden Torsituationen herausspielen und war nur durch Standards gefährlich. Ein Weitschuss von Kapitän Herwig Drechsel (65.) landete deutlich neben dem Tor, Thomas Schrammel (76.) schoss aus zwölf Metern deutlich drüber. In der Nachspielzeit sah der eingewechselte Rieder Philipp Huspek (92.) wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.
SK Rapid Wien - SV Ried 1:0 (1:0)
Wien, Hanappi-Stadion, 16.300, SR Einwaller
Tor:
1:0 (12.) Katzer
Rapid: Payer - Dober, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Pehlivan, Boskovic (78. Trimmel), Drazan (59. Kulovits) - Jelavic (92. Jovanovic), Gartler
Ried: Gebauer - Stocklasa, Glasner, Burgstaller - Hadzic (76. Huspek), Mader, Schrammel (83. Rajic) - Lexa, Drechsel, Nacho - Nuhiu (67. Jonathan)
Rote Karte: Gartler (56./Tätlichkeit)
Gelb-Rot: Huspek (92./wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: Katzer bzw. Stocklasa, Burgstaller, Schrammel
(apa7red
