Wr. Neustadt rüttelt an der Rieder Festung:
Gludovatz-Truppe ist zu Hause eine Macht
- Rieder haben in 23 Heimspielen nur einmal verloren
- Magna muss seine Torausbeute drastisch erhöhen

Ried und Wiener Neustadt bestreiten heute (18.30 Ihr/live auf NEWS.at) das Duell der Mittelständler in der Bundesliga. Mit elf Zählern Vorsprung auf Schlusslicht Kärnten liegen die Oberösterreicher derzeit als erster Verfolger des Spitzen-Quartetts auf dem fünften Tabellenrang und damit genau dort, wo der Aufsteiger aus Niederösterreich sein Saisonziel festgemacht hat.
Ried bewies zuletzt in Salzburg auch auswärts seine Klasse. In der heimischen Keine-Sorgen-Arena sind die in den jüngsten 23 Spielen nur einmal Sturm Graz unterlegenen Innviertler sowieso eine Macht. Gegen die Wiener Neustädter ist auch Revanche für die 1:2-Niederlage in der 3. Runde angesagt. "Wir haben gegen Kapfenberg und Salzburg gut begonnen, sind aber in Wr. Neustadt rückfällig geworden. Das sollte sich nicht wiederholen", warnte Coach Paul Gludovatz vor der vor allem im Mittelfeld jungen und spielstarken Magna-Elf.
Gludovatz verlangt taktische Reife
Dass die seit fünf Runden ungeschlagenen Rieder nach zwölf Runden mit nur vier Zählern Rückstand auf Sturm sogar mit einem Auge auf den vierten Rang schielen dürfen, ist für Gludovatz kein Thema. "Das ist eine Momentanaufnahme, in zwei Runden kann sich wieder alles ändern. Ich möchte stabil bleiben und unsere Leistungen bestätigt wissen. Das ist schwer genug." Von seinen Schützlingen verlangte der Burgenländer dieselbe taktische Reife wie gegen Salzburg. Ausfallen wird aufseiten der Hausherren nur der nach seiner Leistenoperation rekonvaleszente Hackmair.
Wiener Neustadt kam nach gutem Saisonstart zuletzt ein wenig ins Trudeln, der seit vier Spielen sieglose Tabellenachte wartet bereits seit drei Spielen bzw. 335 Minuten auf einen Torerfolg. "Momentan erarbeiten wir uns zu wenige Chancen. Wir verrichten aber viel Defensivarbeit, weil wir in den ersten zehn Runden zu viele Tore kassiert haben. Es ist uns zumindest gelungen, das in in letzten beiden Spielen einzudämmen", hatte Trainer Helmut Kraft aber eine Erklärung parat. An den Stürmern liege die Torflaute nicht: "Wir erarbeiten uns einfach zu wenig Chancen."
Kuljic zu alt?
Dass Mäzen Frank Stronach zuletzt den Einsatz von jungen Spielern sowie den Verzicht auf "Alte" wie Wolf oder Kuljic gefordert haben soll, relativierte der Tiroler. "Es war immer unser Plan, den Kader mit jungen Spielern zu verbessern. Da waren wir alle einer Meinung, dass nicht nur der Tabellenrang im Auge ist, sondern die Entwicklung. Stronach will, dass wir Spieler einbauen, aber er sagt nicht: 'Es müssen vier, fünf oder drei spielen'", meinte Kraft. Trotzdem erhält bis auf weiteres Kurtisi (23) den Vorzug vor Ex-Teamstürmer Kuljic (32). "Wir haben vier Stürmer, nun bekommt einmal Kurtisi die Chance."
SV Josko Ried - SC Magna Wr. Neustadt:
(Keine Sorgen Arena, 18.30 Uhr, SR Schörgenhofer).
Ried: Gebauer - Hadzic, Glasner, T. Burgstaller - Brenner, Mader, Schrammel - Lexa, Drechsel, Nacho - Nuhiu
Ersatz: Auer - Rajic, Ziegl, Stocklasa, Grasegger, Huspek, Jonathan
Es fehlt: Hackmair (Leistenoperation)
Wr. Neustadt: Fornezzi - Ari, Kostal, Ramsebner, Klapf - G. Burgstaller, Reiter, Grünwald, Simkovic - Aigner, Kurtisi
Ersatz: Poyraz - Gercaliu, Stanislaw, Haselberger, Wolf, Kuljic, Viana
Es fehlen: Sadovic (Kreuzbandriss), Kolousek (Knieoperation), Johana (Bänderverletzung im Knöchel), Dunst (Ermüdungsbruch)
(apa/red)
