Donnerstag, 29. Oktober 2009

Kojoten töten kanadische Sängerin:
Folk-Musikerin von Tieren angefallen

  • Talentierte Taylor Mitchell wurde nur 19 Jahre alt
  • Tragisches Unglück ereignete sich in Nationalpark

In der ostkanadischen Provinz Neuschottland ist die Folk-Sängerin Taylor Mitchell bei einer Wanderung von zwei Kojoten angefallen und getötet worden. Die 19-Jährige war allein in einem Nationalpark unterwegs, als die Wildhunde sie attackiert hatten. Wanderer hatten die Schwerverletzte gefunden, die Luftrettung hat sie in ein Krankenhaus geflogen - aber ihr Leben konnte nicht mehr gerettet werden.

"Ein wundervolles Talent wurde uns viel zu früh genommen", hieß es in einer Botschaft des Managements auf der Internetseite der Sängerin. "Wir sind entsetzt über diesen Verlust." Hunderte Fans hinterließen Trauerbotschaften auf der Seite. "Es ist so traurig, ein junges Talent unter diesen Umständen zu verlieren", schrieb ein Fan.

Der Vorfall ereignete sich im Nationalpark Cape Breton Highlands. Wie die Polizei mitteilte, trafen die Beamten am Ort des Geschehens auf zwei "äußerst aggressive" Kojoten. Die Tiere seien geflohen, als ein Polizist auf eines der Tiere geschossen habe.

Angriffe von Kojoten "sehr, sehr selten"
Eine Sprecherin der Nationalparkverwaltung sagte, einer der Kojoten sei später aufgespürt und getötet worden, nach dem anderen Tier werde noch gesucht. So lange bleibe der sieben Kilometer lange Wanderpfad, der zu einem Aussichtspunkt für Wale führt, geschlossen. Angriffe von Kojoten auf Menschen seien "sehr, sehr selten". Die Tiere stammen ursprünglich aus dem Süden der USA, in Neuschottland wurden sie zum ersten Mal 1977 gesichtet.

Erst im Frühjahr hatte Mitchell ihr neues Album "For Your Consideration" auf den Markt gebracht. In den vergangenen Tagen war sie auf Tournee in Kanadas Ostküsten-Provinzen. Kürzlich war sie für einen der Nachwuchspreise der Canadian Folk Music Awards nominiert worden.

(apa/red)

29.10.2009 16:27