Radovan Karadzic narrt UNO-Tribunal: Angeklagter erschien nicht vor Gericht
- Den Haag: Forderungen nach Pflichtverteidiger
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Bosnischer Serbenführer
boykottiert Verfahren
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Ex-Del Ponte-Sprecherin erhebt schwere Vorwürfe

Radovan Karadzic, der einstige Präsident der bosnischen Republika Srpska, ist erneut nicht vor dem UNO-Tribunal erschienen. Dort wurde mit den einleitenden Worten der Anklage das Verfahren fortgesetzt. Sollte der Angeklagte auch Anfang nächster Woche, wenn die Ankläger die Verlesung der Anklage beenden sollen, nicht vor dem UNO-Tribunal erscheinen, werde der Senat über die Bestellung eines Pflichtverteidigers für Karadzic entscheiden, kündigte der Senatsvorsitzende, Richter O-Gon Kwon, zu Beginn des zweiten Verhandlungstages an.
Der Richtersenat könnte nach Angaben des Senatsvorsitzenden die Abwesenheit Karadzic' als Entscheidung deuten, auf das Recht, im Gerichtssaal anwesend zu sein, verzichtet zu haben. Karadzic müsse die Folgen akzeptieren, welche sich aus seinem Vorgehen ergeben, unterstrich O-Gon Kwon. Karadzic hatte seine Boykotthaltung mit mangelnder Zeit argumentiert, seine Verteidigung vorzubereiten.
(apa/red)
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