Salzburger Osterfestspiele in Turbulenzen
NEWS: Pereira vernetzt Ostern und Sommer
- Berliner Philharmoniker stimmen über Abgang ab
- Pereira will sie im Sommer als ständiges Orchester

Die von Karajan begründeten und von den Berliner Philharmonikern
geprägten Salzburger Osterfestspiele befinden sich in erheblichen Turbulenzen. Das berichtet NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Mehrfach hatte der künstlerische Leiter, Sir Simon Rattle, auf die mangelnde finanzielle Ausstattung des Festivals hingewiesen. Nun stimmt das Orchester in den nächsten Tagen über ein Angebot des Festspielhauses Baden-Baden ab, dort eigene Osterfestspiele auszurichten. Das bestätigt
der designierte Salzburger Festspielintendant Alexander Pereira gegenüber NEWS.
Dem drohenden Abgang will Pereira begegnen, indem er Oster- und Sommerfestspiele eng zu einander führt: Die Berliner sollen ihre österliche Opernproduktion unter Rattle jährlich auch im Sommer spielen beginnend mit Carmen 2012. Dafür hat Pereira Josef Ackermann (Deutsche Bank) als Sponsor einer maßgeblichen Summe gewonnen. Die Landespolitiker Burgstaller, Haslauer und Schaden sagten zu, die Subvention der Osterfestspiele in diesem Fall auf 600.000 Euro erhöhen.
Laut Pereira sind Orchester und Dirigent nicht mehr prinzipiell gegen Opernauftritte im Sommer.
An der Struktur der Osterfestspiele einer Ges.m.b.H. soll sich nichts ändern. Doch kündigt Pereira laut NEWS Synergien im Hinblick auf Organisation und Management an: Natürlich muss der Intendant der Sommerfestspiele eingebunden sein. Schließlich muss das Programm koordiniert werden.
Ursprünglich sollten, wie zu Karajans Zeiten, Osterproduktionen im Sommer von den Wiener Philharmonikern übernommen werden. Die reagieren auf die Installation eines zweiten ständigen Spitzenorchesters abwartend. Vorstand Clemens Hellsberg: Wir wurden damit konfrontiert. Das ist aber eine heikle interne Angelegenheit, die wir erst diskutieren müssen. Pereira: Wir kriegen im Sommer eine weitgehend fertige Premiere. Diese Ersparnis an kostbarer Probenzeit macht es mir möglich, den Wienern eine zusätzliche Produktion, zumindest eine Wiederaufnahme, anzubieten. Das ergibt mehr Sinn, als zu Ostern für zwei Vorstellungen sechs Wochen zu proben und dann im Sommer praktisch wieder von vorn zu beginnen.
Die ausführliche Story lesen Sie im neuen NEWS 44/09

