Sonntag, 1. November 2009

Palästinenser sauer auf Barack Obama:
Schwere Vorwürfe im Friedensprozess

  • "Washington macht Friedenshoffnungen zunichte"
  • Streit um Stopp des israelischen Siedlungsbaus

Nach den jüngsten Nahost-Vermittlungsbemühungen der USA haben die Palästinenser schwere Vorwürfe gegen die Regierung von Barack Obama erhoben. Die USA hätten sämtliche Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des Friedensprozesses zunichte gemacht, sagte ein Sprecher von Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen).

Der Zorn richtete sich gegen den von US-Außenministern Hillary Clinton in Israel vorgebrachten Standpunkt, dass der von den Palästinensern geforderte Stopp des israelischen Siedlungsbaus keine Voraussetzung für Nahost-Verhandlungen sei. Im Aufwind der wieder erstarkten Unterstützung aus Washington forderte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die Palästinenser auf, ihre Vorbedingung aufzugeben. "Wir hoffen sehr, dass sich die Palästinenser zusammennehmen und sich an der Diplomatie beteiligen", sagte Netanyahu.

"Es gab niemals eine Vorbedingung", sagte Clinton mit Blick auf die Forderung nach einem Siedlungsstopp. "Das war immer ein Thema innerhalb der Verhandlungen." Damit ging Clinton auf Konfrontationskurs zu den Palästinensern und schien zumindest einen Wandel in der Gewichtung der Nahost-Politik zu vollziehen. In den ersten Monaten nach seinem Amtsantritt hatte sich Obama entschlossen hinter die Forderungen der Palästinenser gestellt, dass sämtlicher Siedlungsbau gestoppt werden müsse. Obama selbst spricht inzwischen nur noch von "Zurückhaltung" beim Siedlungsbau - und nicht länger von einem "Einfrieren".

"Verhandlungen sind gelähmt"
"Die Verhandlungen sind gelähmt", sagte der Abbas-Sprecher weiter. Wegen der Unnachgiebigkeit Israels und dem Zurückrudern der USA seien nun keine neuen Verhandlungen mehr in Sicht. Israels Ministerpräsident Netanyahu warf seinerseits den Palästinensern vor, den Siedlungsbau als Ausrede zu benutzen und mit der Forderung nach einem Baustopp Verhandlungen verhindern zu wollen. Netanyahu kündigte an, dass der US-Gesandte George Mitchell weiter vermitteln wollte.

Mitchell war unlängst mit ersten Vermittlungsbemühungen gescheitert. Auch ein von Obama organisiertes Treffen von Abbas und Netanyahu in New York im September brachte keinen Erfolg. Mit den schweren Vorwürfen der Palästinenser drohten die US-Vermittlungsbemühungen in der Region nun auf ein Fiasko zuzusteuern.

(apa/red)

1.11.2009 17:37
HGPeitl, 18. 11. '09 12:11
Uri Avneri macht Zionisten verantwortlich
Bereits im Jahr 1992 machte Uri Avneri, Friedensnobelpreisträger und Gnesetabgeordneten nicht die Palistinänser, auch nicht die Juden, sondern die Zionisten für die Problematik in Israel verantwortlich.
(Sprich Menschen, die ihren Vorteil nur daraus sehen, nach Israel zu übersiedeln um dort Land zu bekommen, nicht weil sie dem jüdischen Volk angehören, sondern weil sie diesen Glauben annehmen)

Das Problem liegt folglich auf Seiten von Landräubern.

Hans-Georg Peitl
Präsident
Verband der Unabhängigen-
Journalisten
www.freiheitlich-macht.schluss.tv
www.hgpeitl.kommtaus.at
Marc99, 02. 11. '09 07:21
Das ist nicht der Weg zum Frieden
Zuerst wird den Palästinensern der Großteil ihres Landes gestohlen. Einen winzig kleinen Teil läßt man ihnen und auch den besetzt man. Eines Tages könnte diese Besetzung ja wirklich aufhören, um sich auch für die Zeit danach den israelischen Einfluß in diesem Gebiet zu sichern beginnt man damit israelische Siedlungen in diesem Gebiet zu bauen. Diesen himmelschreienden Irrsein hat sogar der amerikanische Präsident erkannt. Allerdings hat ihn die israelische Lobby zum Rückzieher gezwungen. Somit sind die Chancen für den Frieden wieder kleiner geworden. Dafür sind allerdings nicht die Palästinenser verantwortlich!