Iran akzeptiert den Kompromissvorschlag:
Eine Annäherung im Atomstreit ist in Sicht
- Jüngster Vorschlag der IAEO offenbar akzeptabel
- Islamische Republik verlangt aber einige Änderungen

·Atom-Inspektoren im Iran eingetroffen
Überprüfen die zweite Urananreicherungsanlage
·Iran soll Atomvorräte
deutlich verringern
Russland stimmt dem Entwurf der IAEO zu
·Historischer Moment in der Nahost-Region
Iran & Israel: Erste Atom-
Gespräche seit 30 Jahren
Der Iran hat Einwände gegen das jüngste Kompromissangebot im Streit über sein Atomprogramm. Die Regierung in Teheran sei nicht bereit, seine gesamten Vorräte an niedrig angereichertem Uran auf einmal zur Aufbereitung ins Ausland zu verschiffen, meldete das iranische Staatsfernsehen. Mit dem "allgemeinen Rahmen" des Vorschlags sei die Regierung in Teheran aber einverstanden, berichtete der arabischsprachige iranische Fernsehsender El Alam unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die IAEA (IAEO) werde "in den kommenden 48 Stunden" eine offizielle Antwort aus Teheran erhalten.
Frankreich hatte das jüngste Verhandlungsangebot der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO) zusammen mit Russland und den USA erarbeitet. Der Vorschlag sieht vor, dass Teheran rund 70 Prozent seines niedrig angereicherten Urans zwecks Aufbereitung zu Brennstäben ins Ausland verschiffen soll. Dafür soll der Iran auf die Urananreicherung im eigenen Land verzichten. Das Land steht unter dem Verdacht, den Bau von Atomwaffen anzustreben.
Der iranische Außenminister Manouchehr Mottaki hatte indessen erklärt, der Iran werde auf jeden Fall selbst weiter Uran anreichern, wie dies im Rahmen seines ausschließlich zivilen Atomprogramms völlig legitim sei. Eine Entscheidung über das IAEA-Angebot werde Teheran in den nächsten Tagen treffen.
Der Parlamentsabgeordnete Seyed Hossein Naghavi Hosseini sagte dagegen, das Abkommen sei "ein Sieg für beide Seiten". Der Ausschussvorsitzende Allaeddin Borudscherdi sagte der Nachrichtenagentur Ilna, der Iran könne sein schwach angereichertes Uran etappenweise ans Ausland liefern und so sicherstellen, das höher angereicherte Uran zu erhalten.
(apa/red)
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