"Gewisses Verständnis" für Studenten:
Uni-Rektor Winckler zeigt sich solidarisch
- Politik soll jetzt ihre "Verantwortung wahrnehmen"
- Rektor will auch Audimax einen Besuch abstatten
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·Uni-Rektor Winckler
zeigt sich solidarisch
"Gewisses Verständnis"
für Studentenproteste

Der Rektor der Uni Wien, Georg Winckler, zeigt ein "gewisses Verständnis" für die Studentenproteste und sieht die Politik am Zug. Das Hauptproblem sei, dass "Ziele und Mittel auseinanderklaffen", sagte Winckler.
Die Politik sei nun aufgerufen, "Verantwortung wahrzunehmen" und Gespräche mit den protestierenden Studenten aufzunehmen, so Winckler im Ö1-"Journal zu Gast". Es sei wichtig, dass jetzt ein Dialog entstehe, davon hänge auch die Dauer der Uni-Besetzungen ab.
"Inkognito" im Audimax
Wenn die Politik den Dialog verweigere, rechne er damit, dass die Besetzungen noch eine Zeit lang anhalten werden, meinte Winckler. Auf seiner Uni will der Rektor mit den Studenten im Audimax zusammenkommen. Das wurde von den Besetzern in einer Aussendung auch ausdrücklich begrüßt. Wie es im größten Hörsaal der Universität Wien aussieht, weiß Winckler allerdings schon. Denn er war bereits "inkognito" dort, um sich persönlich ein Bild zu machen.
"Gewisses Verständnis" für Studenten
Die Kosten der Besetzung wollte Winckler in Zahlen nicht nennen, er äußerte vielmehr ein "gewisses Verständnis" für die Studenten. Ein höheres Budget für die Unis wäre wichtig, denn Ziele und Mittel klaffen auseinander, so Winckler. Er plädierte dafür, einen "Gesamtplan" zu entwicklen. Das Grundproblem überlaufener Fächer seien nicht die deutschen Numerus-Clausus-Flüchtlinge, sondern die nicht ausreichenden Studienplätze, so der Rektor.
Der Präsident der Universitätenkonferenz, Christoph Badelt, bezifferte den Finanzbedarf der Unis im "Standard" mit einer Milliarde Euro im Jahr. (apa/red)
