Schweinegrippe kein Grund zur Panik?
Österreich laut Minister Stöger vorbereitet
- Erster heimischer Todesfall in Tiroler Krankenhaus
- Schwangere Patientin in Wien in ernstem Zustand

·Kinder sind für Virus
besonders anfällig
Experten: "Offenbar beträchtlich gefährdet"
·Österreich erhört Hilferuf der Ukraine
500.000 Grippemasken
sollen verschickt werden
·H1N1-Virus befällt Schule in Osttirol
Mehrere Schüler infiziert. Schule wird geschlossen
·Schweinegrippe: Start der Impfaktion
"Sehr angenehm, kein Brennen, kein Schmerz"
·Politiker und Promis
sind "Impfmuffel"
Darabos zuversichtlich:
"Ich esse genug Obst"
·Grafik: Wie uns das
Virus krank macht
Ansteckung und Verlauf der Schweinegrippe
Die Schweinegrippe hat in Österreich das erste Todesopfer gefordert: In einem Innsbrucker Spital ist die mit dem H1N1-Virus infizierte elfjährige Boznerin gestorben. Das Mädchen hatte sich seit Tagen in einem lebensgefährlichen Zustand befunden. Gesundheitsminister Stöger hat sich trotz des ersten heimischen Schweinegrippetodesfalls gegen Panikmache ausgesprochen, Österreich sei sehr gut vorbereitet. Die Regierung will unterdessen fast eine halbe Million Grippemasken in die besonders von der Neuen Grippe betroffene Ukraine schicken.
Das aus Bozen stammende elfjährige Mädchen ist am 23. Oktober in die Innsbrucker Kinderklinik überstellt worden. Seither kämpften die Ärzte um das Leben der jungen Südtirolerin. Das Kind hatte sich zuvor zu einem Hausarzt mit Grippesymptomen gewandt. Der Zustand des Mädchens hatte sich in Folge sehr rasch verschlechtert.
Ernster Zustand der schwangeren Frau
Weiterhin ernst war der Zustand jener schwangeren Patientin, die sich seit vergangenem Donnerstag isoliert auf der Intensivstation des Wiener Hanusch-Krankenhauses befindet. Die Situation habe sich jedoch seit Freitag stabilisiert, teilte die Wiener Gebietskrankenkasse mit.
Rund 20 neue bestätigte "H1N1"-Grippefälle wurden in Tirol registriert. Mit 15 entfiel ein Großteil der Neuerkrankungen auf Osttirol. Damit stieg die Anzahl der "H1N1"-Patienten auf insgesamt 81. Neben den 15 neuen Fällen in Osttirol wurden auch aus dem Bezirk Kitzbühel drei gemeldet, zwei neue Grippekranke gab es im Stadtgebiet von Innsbruck. Mit 43 bestätigten Fällen blieb Lienz weiterhin Spitzenreiter unter den Bezirken.
In einer Berufsschule in Klagenfurt sind zwei Schüler an der Neuen Grippe erkrankt. Acht weitere Jugendliche sind ebenfalls krank, ob sie mit dem H1N1-Virus infiziert sind, stand am Dienstag nicht fest. Die betroffene Klasse wurde gesperrt.
Nur wenige lassen sich impfen
Mittlerweile schreitet die Schweinegrippe-Immunisierung des rund 300.000 Menschen umfassenden Gesundheitspersonals nur langsam voran. In Wien haben sich rund 100 von 32.000 Mitarbeitern des Krankenanstaltenverbundes gegen das H1N1-Virus impfen lassen.
(apa/red)
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