Donnerstag, 29. Oktober 2009

Sommer und Winter in nur einem Oktober:
Temperaturen von + 28,8 bis zu - 12,2 Grad

  • ZAMG: 'Schwankungen nur alle 15 Jahre zu erwarten'
  • Gemessene Schneehöhen kommen nur alle 6 Jahre

Der Oktober gab es den Österreichern im wahrsten Sinne des Wortes kalt-warm. Die Temperaturextreme reichten von hochsommerlichen Temperaturen von 28,8 Grad in Neusiedl am See bis hin zu eisigen minus 12,2 Grad in Gerlos in Tirol. "Temperaturschwankungen dieser Größenordnung sind Oktober nur alle 15 Jahre zu erwarten", hieß es in einer Aussendung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Anfangs hatte der Oktober durchaus sommerlichen Charakter. In den Niederungen und Tallagen wurden zwischen dem 6. und 8. durchgehend Maximaltemperaturen von 20 bis 25 Grad erreicht, im Osten des Bundesgebietes stellenweise bis 29 Grad.

Dann kam allerdings der Winter: Zwischen 8. und 21. Oktober fiel die Tagesmitteltemperatur um durchschnittlich 18 Grad - in Pottschach in Niederösterreich betrug die Temperaturdifferenz sogar 23,8 Grad. In Summe glichen sich die starken Temperaturgegensätze aus. Die Mitteltemperaturen lagen in Österreich am Ende des Monats um das 30-jährige Mittel.

Schneehöhen nur alle sechs Jahre
Der Wintereinbruch brachte auch Neuschnee mit sich. Auf der Rudolfshütte (Salzburg) auf 2.304 Metern Seehöhe kumulierte sich im Oktober 2009 eine Tagesschneedecke von 115 Zentimetern. Solche Schneehöhen werden in dieser Region im Oktober laut ZAMG nur etwa alle sechs Jahre gemessen.

In Mariazell erreichte die aufsummierten Neuschneehöhen 48 cm, dies ist um 45 cm mehr als das 30-jährige Oktobermittel an diesem Ort. Auch Seefeld (Tirol) meldete mit 30 cm soviel Schnee wie seit 37 Jahren nicht mehr. Und auch im Flachland sind um die Mitte des Monats die ersten Flocken gefallen, messbar liegen geblieben sind diese allerdings nicht.

(apa/red)

29.10.2009 12:03