Schweinegrippe-Impfaktion: Personen des Gesundheitswesens sollen sich schützen
- "Sehr angenehm, kein Brennen, kein Schmerz"
- Ab 9. November gibt es Impfungen für Risikofälle
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Fall der Schweinegrippe
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"Ich esse genug Obst"
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Virus krank macht
Ansteckung und Verlauf der Schweinegrippe

"Sehr angenehm, kein Brennen, kein Schmerz" - Die Impfungen des Gesundheitspersonals gegen Schweinegrippe sind in ganz Österreich angelaufen und von den ersten "Mutigen" durchwegs positiv beurteilt worden. Der Wiener Infektiologe Christoph Wenisch vom Kaiser-Franz-Josef-Spital (KFJ) ließ sich als Erster pieksen und fühlte sich danach "so wie vorher". Impfling Margit Endler, ärztliche Direktorin im KFJ, ergänzte: "Ich habe mich am Donnerstag gegen die saisonale Influenza impfen lassen und es war nicht anders."
"Es ist sogar angenehmer, weil man abgelenkt ist", meinte Wenisch im Hinblick auf den regen Andrang von Journalisten, Fotografen und TV-Kameras. Der Infektiologe sich unmittelbar nacheinander die H1N1-Vakzine "Celvapan" in den linken und dem Impfstoff gegen die saisonale Grippe in den rechten Oberarm injizieren. Susanne Drapalik, Leiterin der Stabsstelle für Sofortmaßnahmen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), ließ sich ebenfalls immunisieren: "Der Impfstoff ist gut verträglich - sehr angenehm, kein Brennen, kein Schmerz."
Der Schutz, der sich etwa ein bis drei Wochen nach der Injizierung von "Celvapan" aufbaue, sei im Sinne der sozialen Verantwortung besonders für Mediziner wichtig, betonte Wenisch. "Ich wurde noch nie krank. Aber ich muss mich gegen die Grippe impfen lassen, damit ich sie nicht übertrage. Das Schlimmste, was einem als Arzt passieren kann, ist es, einen Patienten noch kränker zu machen." Bezüglich der Nebenwirkungen des "gut getesten" Baxter-Impfstoffes habe er keine Bedenken: "Man muss immer die potenziellen Nebenwirkungen dem Nutzen gegenüberstellen."
"In gutem Zeitplan"
"Wir sind in einem guten Zeitplan", betonte der Infektiologe. Eine Pandemie-Welle werde im Jänner erwartet, es bleibe genug Zeit für Prävention. Dass ein Teil der Bevölkerung eine Impfung derzeit noch scheuen, könne er gut verstehen. "Es ist eine neue Behandlung, das ist zutiefst menschlich", meinte Wenisch. Viele würden einmal abwarten, wie es den Ärzten gehe.
Ab 9. November sollen sich dann in ganz Österreich Risikopersonen immunisieren lassen, vor allem Personen bis 50, die an chronischen Erkrankungen leiden, und Schwangere (ab der 15. Schwangerschaftswoche).
(apa/red)
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