Liebe Leserin, Lieber Leser! Egal welcher Sumpf: KHG geht drüber und nicht unter
- Kommentar von Chefredakteur Atha Athanasiadis

DAS WIRD BRUTAL. Die Buwog-Schlammschlacht ist eröffnet, denn nicht alle wollen im Skandal-Gatsch ertrinken.
Es war ein wunderbares, schönes und in sich stimmiges Bild: KHG, Fiona und ihre drei Hunde beim Gassigehen auf der Wiener Mariahilfer Straße. Entspannt. Sie ohne Socken und in Trainingshose. Er mit dieser Frisur, über die ganz Österreich spricht. Auftritt eines Popstars. Die Menschen drehten sich um und schauten. Was kann uns schon passieren, sagte dieses Bild. Gleichzeitig sagte der Staatsanwalt zu NEWS: Ja, Karl-Heinz Grasser wird von uns als Beschuldigter geführt. Das war Dienstag am späten Nachmittag.
Keine Ahnung, was KHG darüber denkt. Vermutlich irgendetwas zwischen Na und? und Da müssen die mir erst was beweisen. Es hat fast biblische Dimensionen: Egal, welcher Sumpf rund um KHG entsteht er geht drüber. Unbeschadet, trocken.
Wie sehr der Buwog-Morast stinkt, lesen Sie im aktuellen NEWS (43/09). Jetzt wird es so richtig spannend. Denn offenbar haben nicht alle Beteiligten Lust, im Gatsch zu ertrinken. Der fröhliche Ringelreihen der gegenseitigen Schuldzuweisungen hat begonnen, und in NEWS lesen Sie den Auftakt dazu.
Eine andere Rangelei spielt sich gerade zwischen der Steiermark und Wien ab. Landeshauptmann Franz Voves drückte zuerst Kanzler Werner Faymann auf offener Parteitagsbühne an die breite Brust, um ihm dann im NEWS-Interview auszurichten, dass die SPÖ einen Parteivorsitzenden hat, der objektiv keine Frau ist. Das ist jetzt wenig überraschend. Dass Voves aber gerne eine solche bei der nächsten Vorstandswahl haben will, schon. Ein echtes Bandenfoul des ehemaligen Eishockeyspielers.
Und die ÖVP? Hier wollen die mächtigen Wirtschaftskreise dafür sorgen, dass Sepp Pröll demnächst bekannt gibt, dass die ÖVP keinen Bundespräsidentschaftskandidaten ins Rennen schickt. Der Grund: Heinz Fischer führt in allen Umfragen. Und niemand in der schwarzen Welt will Faymann einen billigen Sieg verschaffen. Da schon lieber sowjetische Zustände und ein Wahlkampf mit nur einem Kandidaten.
Eine schöne Woche.
