EINE NEUE ZEITRECHNUNG
- Tino Teller über das "Jahr eins nach Maier"

"Der Rücktritt des Herminators ist eine Chance für das Team"
Wenn nicht noch ein Jahrhundert- Föhnsturm über den Gletscher fegt, startet der Ski- Weltcup am kommenden Wochenende in die Olympiasaison. Der letzte österreichische Sieg in Sölden bei den Herren durfte vor vier Jahren bejubelt werden, am 23. Oktober 2005. Der Name des Siegers: Hermann Maier. Auch das zeigt, dass nach dem überraschenden Rücktritt des Herminators eine neue Zeitrechnung im ÖSV-Team begonnen hat. Nicht wenige rotweiß- rote Rennfahrer sind in den letzten zehn Jahren an der Überfigur des Salzburgers zerbrochen. Der eine oder andere hat in schwierigen Situationen vielleicht auch deshalb zurückgesteckt, weil er sich eh drauf verlassen konnte, dass Hermann Maier in kritischen Momenten für uns die Kastanien aus dem Feuer holt.
Ab sofort gibts aber keine Ausreden mehr. Die Situation im Jahr eins nach Maier ist zugleich eine Chance für das Team und für jeden einzelnen Rennläufer. Auch wenn die Mannschaft im Umbruch ist und die Zeit von österreichischen Neunfach- Triumphen ein für allemal vorbei zu sein scheint: Die Fans sind heiß auf neue, junge, frische Stars, die die Skiwelt wie einst der Herminator aus den Angeln heben. In jedem Fall erleben wir in Sölden den Beginn einer neuen Ära.
