Mittwoch, 28. Oktober 2009

Erste KV-Runde im Handel ohne Ergebnis:
Gewerkschaft fordert realen Gehaltszuwachs

  • 520.000 Angestellte von Verhandlungen betroffen
  • Nächste Gespräche finden am 5. November statt

Wie erwartet ist bei den ersten Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 520.000 Beschäftigten im heimischen Handel noch keine Entscheidung gefallen. In der rund vierstündigen Sitzung seien aber "klare, eindeutige und konstruktive" Gespräche geführt worden, sagte der neue Arbeitgeber-Chefverhandler Fritz Aichinger am Mittwochnachmittag zur APA. Die nächste Runde findet am 5. November statt.

Die Gewerkschaft fordert einen realen Gehaltszuwachs und betont, dass der Handel von der Wirtschaftskrise weniger stark als die Industrie getroffen wurde. Daher ist es sogar möglich, dass der Handel heuer erstmals besser abschließen wird als die Metaller. Vor allem die unteren Einkommen sollen stärker angehoben werden, denn diese seien von der Krise besonders betroffen, betonte Arbeitnehmer-Verhandler Manfred Wolf im ORF-Morgenjournal.

Aichinger sieht die Situation anders. "Wir haben sicher eine andere Entwicklung als in der Industrie, aber trotz alledem ist der Wettbewerb bei uns sehr streng. Wir haben in den Umsatzbereichen ein Minus. Von der Ertragssituation sind wir nicht besser als im Vorjahr, sondern eher darunter", so Aichinger im ORF-Morgenjournal. Er glaubt aber nicht, dass das Gesprächsklima durch den Krach bei den Metaller-Kollektivvertragsverhandlungen beeinflusst werde. Auch diesmal werde es eine Einigung geben, mit der beide Seiten leben können. (apa/red)

28.10.2009 17:53