"Versteh die Welt wirklich nimma": Grasser überkommt in der Buwog-Affäre Ratlosigkeit
- "Kann beschwören", dass bei Buwog alles korrekt war
- Schrieb einen Beschwerdebrief an Bandion-Ortner
·Karl-Heinz Grasser
und die Klagemauer
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Aussage soll nicht sehr ergiebig gewesen sein

Karl-Heinz Grasser wird in der Buwog-Affäre als Beschuldigter geführt. Das stößt dem Ex-Finanzminister aber so sauer auf, dass er jetzt sogar einen Beschwerdebrief an Justizministerin Claudia Bandion-Ortner geschrieben hat. "Ich kann beschwören, dass in der Causa der Buwog-Privatisierung alles korrekt war, dass von mir kein Wort zu dieser Privatisierung an irgendwelche Freunde gegangen ist, dass ich unter Garantie keinen Cent kassiert habe", sagt er zur Causa in einem Zeitungsinterview.
Über seine (früheren) Freunde Peter Hochegger und Walter Meischberger, die für Beratungstätigkeit bei dem Deal knapp 10 Mio. Euro Provision kassiert haben, sei er verärgert: "Natürlich bin ich mehr als sauer auf die. Ich komm' zu der ganzen Geschichte wie die Jungfrau zum Kind. Die haben mich da komplett hineingeritten", zitiert die Zeitung "Österreich" Grasser.
Grasser nutzt das Interview zu einer breiten Medienschelte. Er habe rund um das Verfahren "das Intrigantentum und die Neidgenossenschaft mancher österreichischen Journalisten in einer bisher selbst bei mir noch nicht gekannten Brutalität" kennengelernt.
"Ich versteh die Welt wirklich nimma"
"Ganz ehrlich, ich versteh die Welt wirklich nimma. Ich weiß, dass ich nichts Illegales getan habe, ich weiß deshalb, dass bei allen Ermittlungen genau nix herauskommen kann, weil diese Privatisierung von A bis Z korrekt und sauber gelaufen ist. Aber ich bin jeden Tag auf allen Titelseiten aller österreichischen Tageszeitungen", so Grasser.
Der einzige Grund, warum er im Buwog-Verfahren als Beschuldigter geführt werde, sei eine "dubiose Anzeige der Grünen, die diese Anzeige aus reinen politischen Rachegelüsten eingebracht haben". Er könne sich nicht einmal dazu äußern, da er keinen Zugang zu entsprechenden Informationen habe: "Ich kenne den Akt nicht, habe keine Akteneinsicht, keine Chance."
Deshalb habe er an Bandion-Ortner einen Brief geschrieben. Er werde auch in der Causa Meinl seit zwei Jahren "aufgrund von einer dubiosen anonymen Anzeige durch den Medien-Fleischwolf gedreht, habe aber keine Chance, mich zu rechtfertigen". Dem Staatsanwalt sei es egal, dass er kooperieren und alles, was er wisse, aussagen wolle.
(apa/red)
