Sonntag, 25. Oktober 2009

"Versteh die Welt wirklich nimma": Grasser überkommt in der Buwog-Affäre Ratlosigkeit

  • "Kann beschwören", dass bei Buwog alles korrekt war
  • Schrieb einen Beschwerdebrief an Bandion-Ortner

Karl-Heinz Grasser wird in der Buwog-Affäre als Beschuldigter geführt. Das stößt dem Ex-Finanzminister aber so sauer auf, dass er jetzt sogar einen Beschwerdebrief an Justizministerin Claudia Bandion-Ortner geschrieben hat. "Ich kann beschwören, dass in der Causa der Buwog-Privatisierung alles korrekt war, dass von mir kein Wort zu dieser Privatisierung an irgendwelche Freunde gegangen ist, dass ich unter Garantie keinen Cent kassiert habe", sagt er zur Causa in einem Zeitungsinterview.

Über seine (früheren) Freunde Peter Hochegger und Walter Meischberger, die für Beratungstätigkeit bei dem Deal knapp 10 Mio. Euro Provision kassiert haben, sei er verärgert: "Natürlich bin ich mehr als sauer auf die. Ich komm' zu der ganzen Geschichte wie die Jungfrau zum Kind. Die haben mich da komplett hineingeritten", zitiert die Zeitung "Österreich" Grasser.

Grasser nutzt das Interview zu einer breiten Medienschelte. Er habe rund um das Verfahren "das Intrigantentum und die Neidgenossenschaft mancher österreichischen Journalisten in einer bisher selbst bei mir noch nicht gekannten Brutalität" kennengelernt.

"Ich versteh die Welt wirklich nimma"
"Ganz ehrlich, ich versteh die Welt wirklich nimma. Ich weiß, dass ich nichts Illegales getan habe, ich weiß deshalb, dass bei allen Ermittlungen genau nix herauskommen kann, weil diese Privatisierung von A bis Z korrekt und sauber gelaufen ist. Aber ich bin jeden Tag auf allen Titelseiten aller österreichischen Tageszeitungen", so Grasser.

Der einzige Grund, warum er im Buwog-Verfahren als Beschuldigter geführt werde, sei eine "dubiose Anzeige der Grünen, die diese Anzeige aus reinen politischen Rachegelüsten eingebracht haben". Er könne sich nicht einmal dazu äußern, da er keinen Zugang zu entsprechenden Informationen habe: "Ich kenne den Akt nicht, habe keine Akteneinsicht, keine Chance."

Deshalb habe er an Bandion-Ortner einen Brief geschrieben. Er werde auch in der Causa Meinl seit zwei Jahren "aufgrund von einer dubiosen anonymen Anzeige durch den Medien-Fleischwolf gedreht, habe aber keine Chance, mich zu rechtfertigen". Dem Staatsanwalt sei es egal, dass er kooperieren und alles, was er wisse, aussagen wolle.

(apa/red)

25.10.2009 14:23
Woppo, 29. 01. '10 06:23
Und der ROTE Bundespräsitent schweigt zu den Sümpfen,
wir brauchen arabische Gesetze,da würden viele ohne Hände herumlaufen !
wiener123, 28. 10. '09 17:27
Versteh die Welt wirklich nimma
wenn grasser wie oben geschrieben die wahrheit sagt, (es gilt ja die unschuldsvermutung), dann hat die republik österreich den größten dodel als finanzminister gehabt den es ja gegeben hat.
sidestep, 31. 10. '09 14:31
Re: Versteh die Welt wirklich nimma
Um das herauszufinden hast du bis heute gebraucht?
konrarob, 27. 10. '09 10:49
lagnsam
nun mal langsam...jeder ist unschuldig solange seine Schuld nicht bewiesen ist, das gilt auch für KHG.

Und bislang wurde zwar viel medial berichtet, aber nichts konkret bewiesen!

Warten wir mal ab...
sidestep, 27. 10. '09 09:47
Ich verstehe die Welt (österreichsiche Justiz) auch nicht mehr
Ich verstehe meine beschränkte Welt - und meine damit die österreichsiche Justiz - auch nicht mehr lieber KHG. Wer so unschuldig ist wie du, der ist allein deshalb schon wieder verdächtig, schuldig zu sein. Ich versteh daher die Justiz nicht mehr die dir erlaubt, noch weiter auf freien Fuß zu sein, damit du die Spuren deiner vermutlich strafbaren Handlung in aller Ruhe beseitigen kannst. Andere (siehe den berühmten Hendeldieb) wären schon lange wegen Verdachtes der Wiederholungsgefahr der Straftat, wegen Verdachtes der Verschleierung und Vernichtung von Beweismaterial usw, schon im Häfen. Du darfst ungehindert spazieren gehen. Wahrscheinlich hast du ein "Pantscherl" mit einer hübschen Staatsanwältin oder gar mit der Bandion- Ortner, ha, ha, ha. Die steht zu Ihrer Brille du nicht !
Viennese, 25. 10. '09 15:55
Der Arme!
Natürlich hat er von nichts gewusst und natürlich ist kein Sterbenswort über seine Lippen gekommen. Für wie blöd schaut der Grasser eigentlich die Leute an?
felix0001, 25. 10. '09 18:22
Re: Ja, Ja die liebe FPÖ
In der Zeit der ÖVPFPÖ-Regierung wurden nicht nur viele Schlüsselstellen mit ÖVPFPÖlern besetzt sondern auch viele Staats-Immobilien (unter den Deckmantel der Privatisierung) an Günstlinge verscherbelt. Grasser ein Aushängeschild der FPÖ, ein Grund mehr
den Steigbügelhalter der ÖVP, die FPÖ, nicht mehr zu wählen.
Sensor, 25. 10. '09 19:00
Re: Der Arme!
Er versteht die Welt nimma. Hat er sie schon einmal verstanden?
Von der Finanzwirtschaft hat er nach Meinung von Experten auch nichts verstanden.
Das Nulldefizit war nach Meinung von Experten auch ein Schwindel. weil er nicht verstanden hat. dass er nicht von Analphabeten umgeben ist.
Jetzt möchte er sich aus dem Wiener Sumpf, den er nach Meinung wirklicher Experten mitzuverantworten hat, an seinen eigenen Haaren (besonders deswegen war er schon lang nicht mehr beim Friseur) herausziehen, und versteht wieder nicht, warum das nicht geht.