Donnerstag, 22. Oktober 2009

Karl Stoss neuer starker Mann im ÖOC: Wallner-Nachfolger für vier Jahre gewählt

  • Leo Wallner tritt nach 19-jähriger Amtszeit ab
  • Stoss: "Freue mich riesig über neue Aufgabe"

Karl Stoss hat von Leo Wallner sinnbildlich die Fackel der Olympischen Spiele von Innsbruck 1976 übernommen - der Vorarlberger wurde im Wiener Haus des Sports zum Nachfolger des nach 19 Jahren zurückgetretenen Präsidenten des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) gewählt. Die anwesenden 38 Vertreter der Fach- und Dachverbände und der Bundes-Sportarganisation votierten auf der Außerordentlichen Hauptversammlung einstimmig für den Chef der Casinos Austria, der als elfter ÖOC-Präsident für vier Jahre gewählt wurde.

Wallner hatte Stoss, der ihm auch schon an der Spitze der Casinos Austria nachgefolgt war, schon länger als seinen Nachfolger im Auge gehabt. Der Wechsel vollzog sich allerdings rascher als erwartet, die Turbulenzen rund um die Bewerbung Salzburgs um die Winterspiele und die Ungereimtheiten um den langjährigen Generalsekretär Heinz Jungwirth, die jeweils Gegenstand von gerichtlichen Erhebungen sind, bewogen Wallner und in weiterer Folge den gesamten Vorstand zum Rücktritt. "Schuldeingeständnis bedeutet das keines, sondern es macht den Weg frei für eine erfolgreiche Zukunft", betonte Stoss.

Zuvor müsse man aber die Vergangenheit bewältigen. "Ich habe der Hauptversammlung empfohlen, einen absoluten Kassasturz zu machen, nichts zu verstecken und alles offenzulegen", erklärte Stoss. Die Öffentlichkeit habe ein Recht zu erfahren, was vor sich gegangen sei.

Der begeisterte Bergsteiger übernimmt das ÖOC in einer Krisensituation. Er hat aber auch die Möglichkeit, die neuen Strukturen selbst federführend mitzugestalten. "Ich freue mich riesig über diese ehrenvolle Aufgabe", erklärte der 52-Jährige und dankte Wallner, der "ein ehrlicher, aufrichtiger Diplomat für den österreichischen Sport" gewesen sei. Wallner bleibt dem Sport als Mitglied des IOC in Österreich erhalten.

Stoss bezeichnete es als eines der großen Ziele, die Sportlerinnen und Sportler wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen. "Wir müssen den Spitzensportlern dienen und nicht umgekehrt", merkte der neue ÖOC-Chef an. Er könne sich vorstellen, dass Sportler in den Vorstand integriert werden oder ein Beirat geschaffen wird, in dem diese ihre Erfahrungen einbringen können.

Mit welchen Kollegen im ÖOC-Vorstand er die Herausforderung in Angriff nehmen wird, soll bis zur Hauptversammlung am 3. Dezember geklärt sein. Eine Wahlkommission und Stoss selbst werden geeignete Personen suchen. "Wir werden sehr rasch Beschlüsse fassen", sagte Stoss. Ob einzelne Mitglieder des bisherigen Vorstandes erneut gewählt würden, werde sich weisen, ausschließen wollte dies Stoss nicht.

Neben dem Dienst an den Athleten gilt auch der Vermarktung des ÖOC sein besonderes Augenmerk. "Wir müssen das Vertrauen der Sponsoren zurückgewinnen", betonte Stoss. Betreuung der Sponsoren und Abwicklung von Events etwa könnten künftig zielorientierter abgewickelt werden. Übers Knie brechen wolle man die Reform aber nicht. "Wir werden uns Zeit für Diskussionen lassen, aber innerhalb eines Vieteljahres die nötigen Beschlüsse fassen, um die Reform zu verabschieden." Größtes Ziel bleibe aber, erfolgreiche Olympische Spiele zu absolvieren - Vancouver wartet schon im Februar 2010.

(apa/red)

22.10.2009 20:19
Dantine, 23. 10. '09 11:03
Neuer An-Stoß ?
Na, schau mer mal, dann seh ma scho!
Der Herr Stoß nimmt ja den Mund ganz schön voll!
Aber er muß erst einmal zeigen, ob er was leisten kann, bevor er so überheblich sein Amt antritt!
Er muß jetzt erst einmal zeigen, daß er besser drauf ist, als der hochverdienstvolle Leo Wallner! Mit Bla Bla erreicht er nichts! Und in diesem Filz etwas durchsetzen, hat Herr Wallner können - kann er auch etwas an-Stoß-en?
Schau mer mal! TOI TOI TOI