Austria erkämpft sich 2:2 gegen Bremen:
In 2. Halbzeit waren Violete dem Sieg näher
- Mit zwei Punkten kleine Aufstiegschance gewahrt
- 20 Spiele in Folge im Horr-Stadion ungeschlagen

Die Wiener Austria hat in der dritten Runde der Europa-League gegen Werder Bremen nach 0:2-Rückstand ein 2:2 erkämpft. Claudio Pizarro brachte Bremen mit 2:0 in Führung (19., 63.), Emin Sulimani (73.) und der eingewechselte Schumacher nach Sulimani-Flanke (87.) sorgten aber noch für das verdiente Unentschieden. Die Austria ist damit schon 20 Spiele in Folge im Horr-Stadion ungeschlagen und hat in der Gruppe L mit nun zwei Punkten die kleine Chance auf den Aufstieg gewahrt. Das nächste Spiel steigt am 5. November in Bremen.
Die Bremer traten trotz der komfortablen Tabellenführung mit dem ersten Anzug in Wien an und präsentierten von Beginn weg jene Qualitäten, dank derer sie seit mittlerweile 14 Pflichtspielen ungeschlagen sind. Defensiv souverän, ruhig im Spielaufbau und körperlich meist überlegen warteten die Gäste auf ihre Chance und nutzten gleich die erste.
Nach Freistoß von Özil setzte sich Pizarro im Kopfballduell gegen Bak durch und stellte auf 1:0 (19.). Die Austria, bei der Innenverteidiger Dragovic rechtzeitig fit wurde, brachte ohne ihre verletzten Topstürmer Okotie und Jun abgesehen von einem Acimovic-Freistoß (10.) lange Zeit wenig Gefährliches zustande.
Die beste Phase hatten die Wiener nach rund einer halben Stunde. Vor allem, weil Spielgestalter Acimovic die Arbeit aufnahm. Bei einem Corner des Slowenen musste sich Werder-Goalie Wiese erstmals beweisen (29.), nach Acimovic-Flanke verfehlte Ortlechner den Ball mit dem Kopf knapp (29.) und ebenfalls nach Acimovic-Pass wurde Standfest im letzten Moment von Naldo gestoppt (32.).
Auf der anderen Seite blieb Werder im Konter und bei Standards gefährlich, bei einem Mertesacker-Kopfball rettete die linke Stange (37.) und bei zwei Schüssen von Hunt war Almer, der den verletzten Einsergoalie Safar gut vertrat, auf dem Posten (36., 42.). Auch unmittelbar nach dem Wechsel stand Almer bei Schüssen von Marin (48.) und Bargfrede (50.) im Mittelpunkt.
Doch dann starteten die Hausherren zu ihrem zweiten Zwischensprint, der eigentlich durch den Ausgleich hätte gekrönt werden müssen. Denn der italienische Referee Tagliavento gab ein reguläres Junuzovic-Tor nicht (55.). Tagliavento übersah, dass das "Zuspiel" nicht von Klein, sondern von Frings kam und gab deshalb fälschlicherweise Abseits.
Pizarro trifft doppelt
Statt des 1:1 gab es das 0:2. Nach schwer missglückter Kopfball-Rückgabe von Bak umkurvte Pizarro den chancenlosen Almer und schoss ein (63.). Für den Peruaner waren es - Liga und Europa League zusammengerechnet - bereits die Treffer zehn und elf der noch jungen Saison.
Sulimani verkürzte nach Doppelpass mit Schumacher mit einem strammen Schuss knapp außerhalb des Strafraums noch auf 1:2 (73.) und zündete damit noch einmal die Stimmung im Horr-Stadion an. Der aufgrund des großen Kampfgeists nicht unverdiente Ausgleich zum 2:2 gelang schließlich in der 87. Minute, nach Flanke von Sulimani drückte der eingewechselte Schumacher per Kopf ein.
(apa/red)
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