Titeltraum von Red Bull ist endgültig
vorbei: "Wir haben noch viel zu lernen"
- Standfestigkeit und Fehleranfälligkeit Hauptprobleme
- Lob für den Weltmeister: "Button machte besten Job"

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Jenson Button in Brasilien
im Rausch der Gefühle
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REAKTIONEN zur WM und dem Brasilien-Grand-Prix
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Das war der Dreikampf Button-Barrichello-Vettel
Trotz des Sieges von Mark Webber hat Red Bull keine Chance mehr auf die Formel-1-Weltmeisterschaft. "Gratulation an Jenson Button und das Brawn-Team. Aber auch wir dürfen uns über eine herausragende Saison freuen", meinte Teamchef Christian Horner nach dem Brasilien-Grand-Prix, in dem die Würfel endgültig zugunsten von Button und Brawn gefallen sind. "Button und Brawn haben heuer den besten Job abgeliefert", reihte sich auch Sebastian Vettel in die Reihe der Gratulanten ein.
Vettel, der vor dem Abschlussrennen in Abu Dhabi am 1. November 15 Punkte hinter Button auf WM-Rang zwei liegt, kämpfte sich in Brasilien vom 15. Startplatz auf den vierten Endrang vor, konnte aber natürlich dennoch nicht zufrieden sein. "Platz vier war für uns das Maximum. Aber ich glaube, bei Brawn gibt es jemanden, der glücklicher ist als ich", so Vettel, der dem schwachen Qualifying vom Samstag nachtrauerte. "Ohne die Probleme im Qualifying hätten wir dieses Rennen gewinnen können. Die kleine Chance, die es noch gab, ist aber jetzt weg. Hätte, wenn und aber interessiert nicht."
Vettel erklärte, dass er während des Rennens keine Rechnereien in seinem Kopf hatte. "Ich habe mich einfach auf jede einzelne Runde konzentriert. Ich habe gewusst, dass Jenson unmittelbar vor oder hinter mir war und wahrscheinlich punkten wird, aber man weiß ja nie was passiert in der Formel 1. An einem Punkt des Rennens hab ich um Regen gebetet, es hat schon nach Regen gerochen, aber er ist nicht gekommen", beschrieb Vettel seine Gefühlslage im Cockpit.
Zu viele Ausfälle kosteten Titel
Der Deutsche fand zahlreiche Gründe, warum es mit der WM nicht klappte, blickte aber auch sehr zuversichtlich in die Zukunft. "Unterm Strich waren zu viele Rennen dabei, wo es einfach nicht ganz gepasst hat. Wo vielleicht wir Fehler gemacht haben. Wo vielleicht ich Fehler gemacht habe. Wo es vielleicht einfach nicht sein sollte. Fünfmal ausfallen, das trifft einen natürlich hart. Wir haben noch viel zu lernen, aber dieses Jahr war schon ein sehr, sehr gutes Jahr für uns. Egal, wie das letzte Rennen noch wird. Ich denke, darauf lässt sich aufbauen."
Viele Experten waren sich in den vergangenen Wochen einig gewesen, dass Red Bull den Titelkampf aufgrund der zu schwachen Renault-Motoren verloren hat. Doch dagegen wehrte sich Fabrice Lom, der Chef der Renault-Motoren-Abteilung, energisch: "Ich lasse die Aussagen nicht gelten, dass der Motor der einzige Aspekt war, der uns den Titel gekostet hat. Wir gewinnen als Team und wir verlieren als Team. Mark Webber hat das Brasilien-Rennen gewonnen und wir sind Zweiter der Konstrukteurs-WM - das ist ein großer Erfolg", meinte Lom.
(apa/red)
