Raich soll in Sölden ÖSV-Herren "erlösen":
Tiroler peilt ersten Platz im 300. Rennen an
- 31-Jähriger nach Maier-Rücktritt Teamleader im ÖSV
- Pitztaler konnte sein Heimrennen noch nie gewinnen

·Vorzeitiges Aus im Weltcup für Hosp
Kreuzbandriss beendet Saison für ÖSV-Hoffnung
·Auftakt-Triumph in Sölden für Poutiainen
Zettel verpasst den Sieg nur um ein Hundertstel
·Das neue Alpha-Tier setzt voll auf Angriff
Benjamin Raich will
die große Kristallkugel
·Sölden Auftakt einer langen Weltcup-Saison
Kitzbühel und Olympia
als alpine Höhepunkte
24 Stunden nach den Damen und damit am ersten Tag des Jahres mit Winterzeit steigt auf dem Söldener Gletschereis heute der erste Herren-Riesentorlauf der Saison. Vorjahressieger Daniel Albrecht fehlt verletzungsbedingt ebenso wie Bode Miller (Trainingsrückstand). Österreich wartet seit vier Jahren, als Hermann Maier 2005 triumphierte, auf einen Herren-Sieg in Sölden.
Diesmal baut man in der Giger-Truppe einmal mehr auf Benjamin Raich. Denn der Tiroler ist nach dem Maier-Rücktritt nicht nur zum Teamleader aufgestiegen, er ist mit seinen 31 Jahren und 299 Weltcup-Starts auch längst ein Routinier. "Und in den vergangenen Jahren hat sich in Sölden immer ein Routinier durchgesetzt", weiß ÖSV-Herrenchef Toni Giger.
Raich hat auch zuletzt bei den Zeitläufen im Mölltal, wo der Sölden-Hang mittels Wasser kopiert wurde, den besten Eindruck hinterlassen. Zusammen mit Hannes Reichelt dominierte er die Läufe, "aber oft ist ja das Gefühl sogar wichtiger als die Zeit und auch da passte es sehr gut", erzählte Raich.
34 Weltcuperfolge, aber kein Heimsieg
Dass der Pitztaler in neun Anläufen seit 1998 ausgerechnet im Heimrennen trotz seiner 34 Weltcupsiege und 80 Podestplätze noch nie auf das Stockerl gekommen ist, sondern vielmehr zuletzt drei Mal in Folge den undankbaren vierten Platz belegt hat, hat bei Raich kein Trauma hinterlassen. "Ich glaube immer, dass ich auch in Sölden auf das Podest fahren kann. Und es spricht nichts dagegen, dass es nicht am Sonntag erstmals hier passieren kann."
Dass Svindal, Oldboy Cuche oder der Schweizer Riesentorlauf-Weltmeister Carlo Janka ebenso auf die Rechnung gehören wie der Italiener Max Blardone oder der US-Amerikaner Ted Ligety, der bei den letzten zwei Auflagen jeweils auf dem Podest war, weiß auch Raich. "Es sind eh immer die gleichen Verdächtigen!" (apa/red)
