Studenten halten die Stellung: Audimax der Uni Wien ist schon den dritten Tag besetzt
- Hörsaal zwar fast leer, aber der Putzdienst arbeitet
- Psychologie-Aufnahmeprüfung musste übersiedeln

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Tag 3 der Audimax-Besetzung: In der Universität Wien halten die Studenten nach wie vor die Stellung - trotz verlängertem Wochenende. Am Samstag Vormittag war der größte Hörsaal Österreichs zwar fast leer - dafür werkte ein von Studenten organisierter Putzdienst. Ursprünglich hätte im Audimax eine eine Prüfung für das Aufnahmeverfahren in der Psychologie stattfinden sollen. Ironie: Damit haben die gegen Platzbeschränkungen kämpfenden Besetzer Studienanfänger verdrängt, die um einen Platz in der Psychologie kämpfen.
Die Uni-Leitung hat die Prüfung kurzfristig in mehrere Hörsäle im Alten AKH verlegt und auf zwei Termine aufgeteilt. Eigens aufgestellte Uni-Bedienstete dirigierten die Studienanfänger dabei um. Der Schaden für die Uni dürfte mittlerweile in die Hunderttausende gehen. Allein der erste halbe Besetzungstag und die erste Nacht hätten Kosten von rund 100.000 Euro verursacht, hieß es. Diese Summe beinhalte etwa die Zusatzkosten für den Sicherheitsdienst, verstärkte Reinigungsdienste sowie diverse Schäden wie etwa kaputte Lampen oder beschmierte Wände.
Dazu kommen nun noch die Zusatzkosten für die Prüfungsaufsicht, da die Prüfungen nun in mehreren Hörsälen sowie in mehreren Durchgängen abgehalten werden müssen. In der vorlesungsfreien Zeit waren außerdem Baumaßnahmen vorgesehen, die nun verschoben werden müssen.
Solidarität von anderen Unis
Unterdessen kommen von diversen anderen Unis Solidaritätsadressen, aber auch Kritik. Die Hochschülerschaft an der Technischen Universität Wien unterstützt in einer Aussendung die Proteste und will am Dienstag selbst eine Hörerversammlung abhalten. Die VP-nahe AktionsGemeinschaft sowie die von ihr dominierten Hochschülerschaften an den Medizin-Unis Wien und Innsbruck forderten zwar ebenfalls mehr Mittel für die Unis, distanzierten sich aber von "Vandalismus" und "Protesten zur Durchsetzung studentischer Forderungen, die für Sachbeschädigungen und Partys missbraucht werden".
(apa/red)
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