TV-Spot verschreckt die britischen Kinder:
Ertrinkende Hündchen und weinende Hasen
- CO2-Kampagne der Regierung erntet scharfe Kritik
- Anrufer zweifeln Mensch als Klimawandelauslöser an

Ertrinkende Hündchen, weinende Hasen, ängstliche Kinder - mit einem umstrittenen Werbesport zum Umweltschutz hat sich die britische Regierung ordentlich in die Nesseln gesetzt. Als Teil der Kampagne "Act on CO2" wird ein Werbesport ausgestrahlt, in dem ein Vater seiner kleinen Tochter eine "Gute-Nacht"-Geschichte vorliest. Dabei geht es um die Zerstörung der Umwelt und den Schaden für unseren ganzen Planeten. Mit der Einblendung animierter Bilderbuchsequenzen wird geschildert, wie die Welt durch vom Menschen verursachte Naturkatastrophen zugrunde geht.
Die Frage der Kleinen, ob es denn auch ein Happy End gäbe, bleibt offen.
Dieser Spot hat zahlreiche Zuseher auf die Barrikaden gebracht. Er mache den Kindern vor den Fernsehern Angst, ist der Kritikpunkt, dem sich die Initiatoren gegenüber sehen. Zwar wird der Spot erst ab dem Hauptabendprogramm ausgestrahlt, einer Zeit, in der kleine Kinder eigentlich schon längst im Bett liegen sollten, aber offenbar ist das doch nicht immer der Fall.
Das Department of Energy and Climate Change startete die sechs Millionen Pfund teure Kampagne, um die Bevölkerung auf die Tatsache aufmerksam zu machen, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird. Doch die Wirkung dürfte bei den Kleinsten der Briten das auslösen, was als Reaktion eigentlich für die Großen erhofft worden war: nämlich Angst und Beklemmung.
Indessen wird der Werbebeirat auch mit Beschwerden anderer Art überhäuft. Es sei gar nicht bewiesen, dass der Mensch am Klimawandel schuld sei, lautet die Mehrheit der Aussagen. Aber auch geharnischte Proteste nach schlaflosen Nächten von Kindern sind beim Werbebeirat eingetrudelt.
Die zuständige Ministerin Joan Ruddock steht zu den gezeigten Sujets und betont, dass der Spot auf Erwachsene und nicht auf Kinder abziele. Die Behauptung "um die nächste Generation zu schützen" sei sehr motivierend.
(red)
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