Mittwoch, 21. Oktober 2009

Terrorverdächtiger plante Blutbad in USA: Attentat sollte ein Einkaufszentrum treffen

  • Hatte Ziel "zu töten, zu entführen & zu verstümmeln"
  • Geplante Anschläge auch auf Soldaten im Ausland

Den Behörden in den USA ging ein 27-jähriger Mann ins Netz, der den Ermittlungen zufolge in einem US-Einkaufszentrum ein Blutbad anrichten und im Ausland amerikanische Soldaten töten wollte. Tariq Mehanna soll gemeinsam mit anderen geplant haben, eine Shopping-Mall mit automatischen Waffen zu überfallen und wahllos Menschen zu töten. Außerdem soll er Trainingslager für Terroristen unter anderem in Pakistan besucht haben, um Anschläge auf US-Soldaten zu verüben. Mehanna drohen im Falle eines Schuldspruchs bis zu 15 Jahre Haft.

Der Verdächtige habe zwischen 2001 und Frühjahr 2008 zusammen mit Gleichgesinnten ein Komplott geschmiedet, mit dem Ziel "zu töten, zu entführen und Menschen zu verstümmeln oder zu verletzten und Schaden anzurichten", sagte Bostoner Staatsanwalt Michael Loucks. Sie hätten die Absicht gehegt, sich am weltweiten Jihad (Heiligen Krieg) gegen amerikanische Interessen zu beteiligen "und auf dem Schlachtfeld zu sterben". Zudem hätten sie Terror-Videos geschaut und auch weitergegeben.

Der Plan, in einem Einkaufszentrum Menschen im Kugelhagel sterben zu lassen, sei aufgegeben worden, weil die Beschaffung automatischer Waffen zu schwierig gewesen sei, hieß es. Laut Staatsanwalt Loucks betrachteten Mehanna und seine Komplizen US-Bürger als "Freiwild", weil sie Steuerzahler und Ungläubige seien.

Mehanna war den Angaben zufolge im November schon einmal festgenommen worden, weil er im Zuge einer anderen Terrorermittlung falsche Angaben gemacht hatte. Er wurde jedoch gegen eine Kaution zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt, bis die Behörden ihn wegen der neuen Vorwürfe erneut verhafteten.

(apa/red)

21.10.2009 18:03