Montag, 26. Oktober 2009

Neue Parteiausrichtung präsentiert: BZÖ für verzinstes Pensionskonto & Green Card

  • Rentenkonzept: Jeder soll selbst entscheiden können
  • Ausländerthematik: Modell für Schlüsselarbeitskräfte

BZÖ-Obmann Josef Bucher hat bei der Programmkonferenz des Bündnisses basierend auf den neuen Grundsatzpositionen ein neues Pensionssystem vorgestellt. Dieses sieht ein verzinstes Pensionskonto vor, auf dessen Basis jeder Österreicher selbst entscheiden kann, mit welchem Alter, welchen Versicherungszeiten und Beiträgen man in den Ruhestand tritt.

Bucher präsentierte im Dachfoyer der Wiener Hofburg seinen Landesparteifunktionären die zehn rechtsliberalen Grundsatzpositionen des Bündnisses. Ein Punkt enthält dabei das vorgestellte Pensionssystem, denn um dieses dauerhaft zu sichern, müsse der Generationenvertrag neu gestaltet werden, erklärte er.

Gegen Mindestsicherung
Der Bündnischef sprach sich bei der Programmkonferenz gegen die Einführung der Mindestsicherung aus und schlug im Gegensatz hierzu ein "Bürgergeld" vor: "Wir brauchen keine Mindestsicherung, wo sich Menschen in die Hängematte legen." Das leistungsorientierte Bürgergeld, es soll 30 Prozent unter dem Mindestlohn liegen, sei hingegen motivierend für Leistung, so Bucher. Abgelehnt hat er außerdem ein vorzeitiges Aus der Hacklerregelung.

Unterstützung gab es hingegen für den Vorschlag von Finanzminister Pröll, ein Transferkonto einzuführen: "Wir wollen die Einführung eines Transferkontos, denn wir wollen wissen, wohin die sozialen Gelder fließen; die sogenannte sozialistische Umverteilung." Bei all dem gelte es, die soziale Balance zu halten, betonte Bucher.

Thema Ausländerpolitik
Der Klubobmann nahm nach internen Diskussionen abermals zum Thema Ausländer Stellung: Jenen, die es brauchen, soll Asyl gewährt werden. Bei Missbrauch des "Gastrechts" aber soll abgeschoben werden, so Bucher. Er pochte auf ein Green-Card-Modell für Schlüsselarbeitskräfte, welches kontrollierte Einwanderung ermöglichen soll.

Bucher griff in seiner "Grundsatzrede" nicht nur ÖVP und SPÖ an - "Rot und Schwarz haben das Land seit 1945 in der Geiselhaft" - sondern auch Arbeiter- sowie Wirtschaftskammer und vor allem die Gewerkschaften: "Unsere Gegner sind die Gewerkschaften. Sie sind die Blockierer, die Verhinderer. Sie zersetzen unsere Wirtschaft."

(apa/red)

26.10.2009 16:59
hary1965, 29. 10. '09 10:24
Erfolgreiche Methoden
Wenn man in Österreich wenigstens einmal so klug wäre zumindest eine Einwander Methodik von Klassischen Einwanderungsländer wie USA, Australien usw. nur zu kopieren wären wir einen großen Schritt weiter. Wir haben Unmengen von Zuwandern, keine Sprachkenntnisse, keine Berufsausbildung, und auch kein Interesse daran etwas zu ändern. Wir haben auch viele Neoösterreicher die zuerst in Österreich studiert haben, Studien wie Publizistik, Philisophen, Psychologen, aber kaum ein TU Studium, die sich leider in Österreich verleibt haben und daher nicht mehr in ihr Heimatland gehen können. Doch solche Absolventen haben wir auch hier Zulanden tausende ohne Arbeit. Doch kaum ein Zuwanderer ist gewillt einen Pflegeberuf zu machen, nach kurzen Praktikum sind sie wieder beim AMS. so gehts auch in Austria
sidestep, 27. 10. '09 09:19
Die Ansätze sind ja richtig!
Es fehlt halt nur an der Umsetzung. Was nützen die ganzen Parteiprogramme, wenn man nicht Willens oder in der Lage ist, geschriebenes in die Realität umzusetzen