Wird Hahn unser neuer EU-Kommissar?
Kompromiss der beiden Regierungsparteien
- Zeitungen berichten von Faymann-Pröll-Einigung
- Parteibüros halten sich noch verdächtig bedeckt
·EU-Kommissar: Der Streit nimmt kein Ende
Hat Faymann ursprünglich
Molterer vorgeschlagen?
·Harte Bandagen im EU-Kommissar-Streit
Bundeskanzler Faymann greift die ÖVP scharf an
·Kommissar Molterer
geht SPÖ gegen Strich
ÖVP-Wahl für Schieder
'kein geeigneter' Kandidat
·Ferrero wird immer mehr SPÖ-Kandidatin
Erhält mehr Zustimmung als von eigener Partei
·Koalitionsstreit um den EU-Kommissar
Die Zeichen stehen
gut für Ferrero-Waldner

Wissenschaftsminister Hahn soll der österreichische EU-Kommissar werden. Das berichten die "Kronen-Zeitungen" und die "Kleine Zeitung". Demnach sollen sich Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll in einem persönlichen Gespräch auf Hahn als Kompromisskandidaten geeinigt haben.
Sowohl im Büro Prölls als auch in jenem Hahns hieß es dazu, dass man weder das Treffen noch eine Einigung bestätigen könne. Die Sprecherin des Bundeskanzlers bestätigte hingegen, dass es das Treffen gegeben habe.
Zwischen den beiden Koalitionsparteien war es zuletzt zu einem heftigen Tauziehen um den Posten gekommen. Nachdem die SPÖ der ÖVP das Vorschlagsrecht für den Posten des EU-Kommissars zugestanden hatte, hat sich Faymann zuletzt für die derzeitige Kommissarin Ferrero-Waldner stark gemacht. In der ÖVP konnte man diesem Ansinnen nicht viel abgewinnen und favorisiert stattdessen den früheren Vizekanzler Molterer.
Hahn selbst hatte sich kryptisch geäußert. Auf die Frage, ob er 2013 noch in Wien oder bereits in Brüssel sein werde, antwortete er: "Ich gehe davon aus, dass ich in Wien bin. Und ich werde immer in Wien sein - immer wieder."
(apa/red)
