Donnerstag, 22. Oktober 2009

"Ist rechtsstaatlich unerträglich": Grassers Anwalt kritisiert die ermittelnden Behörden

  • Darf in Akten der Staatsanwaltschaft nicht einsehen
  • Behördensprecher: Hat ermittlungstaktische Gründe

Scharfe Kritik an der Staatsanwaltschaft Wien hat der Rechtsanwalt des ehemaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser, Manfred Ainedter, geübt. Grasser, der im Zuge der Buwog-Affäre nun auch ins Visier der Anklagebehörde geraten ist, bekomme keine Akteneinsicht, obwohl gegen ihn wegen Amtsmissbrauchs und Verletzung des Amtsgeheimnisses ermittelt werde. "Das ist rechtsstaatlich unerträglich", meinte Ainedter. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Gerhard Jarosch, wies das umgehend zurück.

Wie Ainedter darlegte, wisse Grasser nicht, was ihm konkret vorgeworfen werde bzw. erfahre dies aus den Medien: "Erst nach fünf Tagen habe ich die Anzeige der Grünen zu sehen bekommen." Ihm sei daher völlig unklar, was und ob nach Ansicht der Anklagebehörde überhaupt etwas gegen Grasser vorliege, erklärte dessen Rechtsvertreter.

Grasser habe dem zuständigen Staatsanwalt weiters eine rasche Einvernahme angeboten, was dieser mit der Begründung abgelehnt habe, dafür gebe es derzeit "keinen Bedarf", erklärte Ainedter. Der Anwalt kündigte an, sich im Justizministerium über das Vorgehen der Staatsanwaltschaft beschweren zu wollen.

Vorgangsweise "nichts Ungewöhnliches"
"Das stimmt so nicht", meinte Behördensprecher Gerhard Jarosch zur Kritik des Grasser-Anwalts. Aus ermittlungstaktischen Gründen würden derzeit "bestimmte Aktenteile" - dazu zählen vor allem Vernehmungsprotokolle - unter Verschluss gehalten: "Wir können nicht jedem alles in die Hand drücken, so lange nicht alle infrage kommenden Personen vernommen sind. Das würde unsere Ermittlungen ad absurdum führen." Diese Vorgangsweise sei "nichts Ungewöhnliches", betonte Jarosch.

Dass der Staatsanwalt im Moment offenbar keinen Anlass sieht, Grasser zu befragen, sei kein Grund zur Aufregung. "Es liegt im Ermessen der Staatsanwaltschaft, wann sie welche Ermittlungsschritte setzt und jemanden zu einer Einvernahme bittet", bemerkte Jarosch.

(apa/red)

22.10.2009 15:52
sidestep, 23. 10. '09 07:55
Wer wirklich unerträglich ist
Wissen Sie, verehrter Herr Anwalt des "Lieblingsschwiegersohnes aller österreichischen Schwiegermütter" was wirklich unerträglich ist? Das ist nicht der österreichische Staat oder sein Rechtssystem sondern, dass solche Leute, die nie etwas gleistet haben und zu Minsterehren nicht wegen ihrer Fähigkeiten sondern auch deshalb kamen, weil sie zur damaligen "Buberlpartie" von Haider gehört haben, dass also solche Personen überhaupt in solch hohe Ämter kommen können. Hätte man den "HERRN" wie bei jedem anderen Beruf in dem ich als Privatier einsteigen will, einem Hearingn unterzogen, hätten sich seine charakterlichen Fehleigenschaften und seine Unbedarfheit auf finanziellem Gebiet bald herausgestellt. Dass er dieses Hearing nicht absolvieren musste, ist der eigentliche Skandal!
Sensor, 23. 10. '09 21:18
Re: Wer wirklich unerträglich ist
Völlig richtig!!! Dem ist nichts hinzuzufügen!
irgendwer01, 23. 10. '09 06:51
Schuldentilgung !
Ich wäre dafür wir nehmen den ach so unschuldigen KHG und binden in vorm Parlament an die Statue an. Jeder der will und 20 Euro fürs Budgetdefizit spendet, darf eine Minute lange seine Aggressionen an ihm auslassen. In ein paar Wochen sind wir schuldenfrei ...
Vasant, 23. 10. '09 09:32
Re: Schuldentilgung !
Eher in ein paar Tagen schuldenfrei;))
KuehlerBlonder, 23. 10. '09 11:36
Re: Schuldentilgung !
Geht sich wahrscheinlich beides nicht aus weil er wahrscheinlich nach keine 20 Minuten überlebt
irgendwer01, 23. 10. '09 11:40
Re: Schuldentilgung !
Hilfsmittel wie Schlagstöcke, gummiknüpel und so kosten natürlich extra. mit stündlicher ärztlicher kontrolluntersuchung - wenns zu arg wird besorgen wir uns seine beiden kumpanen und eventuell noch Josef Fritzl und verteilens auf die vier !
Bloggy, 23. 10. '09 02:49
Unerträglich ist....
...dass Hochegger schon vor Jahren von KHG lukrative Aufträge über das BRZ erhalten haben soll
...dass Hochegger sich diese Aufträge mit PR Prihoda teilte, der vom BRZ schon jahrelang das PR-Budget zum Hals hineingestopft erhält
...dass Prihoda und der BRZ-Geschäftsführer Jabkovski wieder jene sind, die schon 2004 mitgeholfen haben, Millionenbeträge von KHG's Mitarbeiterin Sterrer-Pichler über die BRZ und AII an den BMF-internen und parlamentarischen Kontrolleinrichtungen vorbei an Horvath&Partner zur Auszahlung zu bringen
...dass KHG schon sehr früh mit anderen Aktivitäten begonnen hat, Millionenbeträge zu verschieben
...dass ein seltsames Gefühl zurückbleibt, vielleicht hat KHG doch über einen Umweg Kick-Back-Zahlungen erhalten
helfri, 22. 10. '09 19:58
unerträglich ??
unerträglich ist, dass alle, wie hkg sagt, ihn verraten,erst mal herr r.der die sache in's rollen brachte.jetzt herr hochegger.wer ist der nächste schuldige? er ist nie schuld sondern immer die andern. vielleicht hat er doch zuwenig kassiert ? die justiz soll ihm mal das handwerk legen.
drnudo, 22. 10. '09 19:20
unerträglich ist,
dass wir auch eine zwei-Klassen-Jusiz haben. Jeder andere wäre längst in U-Haft. Verabredungsgefahr wie sie im Buche steht
Vasant, 22. 10. '09 20:09
Re: unerträglich ist,
Der Sunny-boy Grasser hats schon richtig gemacht ... mit
Föhnwelle und Rückendeckung vom Onkel Schüssel in der
Politik für alle gut gewirtschaftet, dann die Steinchen-Tante
geheiratet und sich für die Zukunft abgesichert und nun
fällt das Kartenhaus langsam zusammen, aber ... es wird
ihm eh nichts passieren, weil er ist ja der Grasser sprich
der Mann mit einflussreichen Freunden;)
Vasant, 22. 10. '09 17:13
unerträglich;)
Ich finde es auch unerträglich, dass Herr Grasser nun mit
seinem Anwalt die Akten nicht einsehen darf, damit diese
sich dann vielleicht eine geeignete story zu dem Vorfall
einfallen lassen können;)

Warum macht man es nicht so wie bei Dr. Jörg Haider und
veröffentlicht alle Akten mal gleich über NEWS? Das ist
doch in unserem System auch nichts Neues mehr;)
allesw, 22. 10. '09 19:10
Re: unerträglich;)
ich gebe ihnen recht,nur es muss ja nicht immer so sein wie im fall wo ein unbewaffneter getötet wurde und die beteiligten bis heute nicht recht wissen was sie sagen sollen