Nicht nur Sanktionen gegen Schüler? Eltern wollen künftig auch Bestrafung der Lehrer
- Kritik an "einseitiger" Sichtweise der Pädagogen
- Schmid: "Abgestuftes Reagieren auf Fehlverhalten"

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was auf die Finger?
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Zugangsbeschränkungen für diverse Richtungen
Der Krach zwischen Eltern und Lehrern war vorprogrammiert: Die Lehrergewerkschaft äußerste den Wunsch nach mehr Sanktionsmöglichkeiten gegenüber Schülern und Eltern. Nun schlagen die Elternvertreter zurück und beklagen die "einseitige" Sichtweise der Lehrer. Wenn es der Lehrervertretung "wirklich um die Interessen der Schule geht und nicht nur um ihre Lehrerklientel vor den Personalvertretungswahlen, so müsste auch in Richtung Lehrerschaft ein Szenario angedacht werden, das ein abgestuftes Reagieren auf Fehlverhalten von Lehrpersonen ermöglicht", so die Präsidentin des steirischen Landesverbandes der Pflichtschul-Elternvereine, Ilse Schmid.
Grundsätzlich nichts einzuwenden hat Schmid gegen die von den Personalvertretern geforderten Sanktionsmöglichkeiten für Eltern bei fehlender Kooperation. Schließlich sei "es gesellschaftlich ja auch akzeptiert, dass zB. bei Falsch-Parken und sogar bei Zu-Lange-Parken Strafen verhängt werden". Allerdings müssten Maßnahmen dann auch gegen Lehrer möglich sein: "Nur auf die Anderen hinzuweisen macht unglaubwürdig und trägt schwerlich zu Verbesserungen bei."
Die Christgewerkschafter an den Pflichtschulen hatten "klare gesetzliche Regelungen für sofortige Konsequenzen bzw. Sanktionen" gefordert, wenn Schüler Grenzen überschreiten. Unter anderem sollen sie zu Sozialdiensten sowie dazu verpflichtet werden können, angerichteten Schaden in der Freizeit bzw. finanziell wiedergutzumachen. Außerdem sollen Schüler von gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen (bei Ersatzunterricht in anderen Klassen) und zum Nachholen nicht erbrachter Unterrichtsleistungen in der Freizeit bzw. zu Hause verpflichtet werden können. Weitere Forderungen: Verhaltensnoten in den Abschlussklassen und Konsequenzen für Eltern bei fehlender Kooperation.
(apa/red)
