Weil Demonstrieren grad so schön war:
Studenten besetzen AudiMax der Uni Wien
- Nach Demo vor Ministerium einfach weitergezogen
- 200 Teilnehmer: 'Bildung für alle - und zwar umsonst'

Die Studenten-Proteste an der Akademie der Bildenden Künste haben am Donnerstag auf die Uni Wien übergegriffen. Das Audimax der Uni Wien wird von rund 1.000 Demonstranten besetzt, wie die Streikorganisatoren mitteilte. Die Polizei, die von 300 bis 400 Besetzern spricht, hat mittlerweile Beamte vor der Uni postiert. Vorerst ist keine Auflösung geplant, es gibt Verhandlungen.
Die Streikorganisatoren wollen hingegen weiter im Audimax bleiben. An der Universität Wien versucht man derzeit herauszufinden, wer Ansprechpartner der demonstrierenden Studenten sei und welche Pläne bestehen, erklärte eine Sprecherin. Ziel sei es, möglichst bald wieder den regulären Lehrbetrieb im Audimax aufnehmen zu können. Schließlich würden derzeit alle 1,5 Stunden rund 800 Studenten um ihre Lehrveranstaltung umfallen, weshalb die betroffenen Studenten "wütend sind und das auch nicht verstehen", sagte die Sprecherin.
Eine Gruppe von rund 200 Studenten rund um die Besetzer der Akademie und der ÖH Wien, die sich solidarisch erklärt hatte, hatte den großen Hörsaal C1 am Uni-Campus Altes AKH gestürmt und die Vorlesung beendet, mittlerweile werde der Hörsaal noch "blockiert", so einer der Streikenden. Ihr Protest richtete sich u.a. gegen das Bachelor/Master/PhD-System, Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen und die in der Novelle des Universitätsgesetzes vorgesehenen qualitativen Zugangsbeschränkungen.
(apa/red)
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