Mittwoch, 21. Oktober 2009

Verkehr im Westen Wiens lahm gelegt:
Auf Wasserrohrbruch folgt Gasgebrechen

  • "Nichts geht mehr" hieß es für alle Pkw-Lenker
  • Aufräumarbeiten werden noch Tage dauern

"Nichts geht mehr", hieß es für Kraftfahrzeuglenker im Westen Wiens. Nachdem bereits ein Wasserrohrbruch in der Früh für massive Verkehrsbehinderungen gesorgt hat, kam es laut ÖAMTC auch noch zu einem Gasgebrechen auf der Ausweichstrecke. Im betroffenen Bereich der Stadt stand der Verkehr still, Lenker mussten sich auf langes Ausharren einstellen.

Zunächst war im Kreuzungsbereich Winckelmannstraße/Linke Wienzeile in Rudolfsheim-Fünfhaus die Straße nach dem Bruch 20 Zentimeter überflutet worden. Der Belag riss dadurch auf und wurde zerstört. Die umliegenden Straßen wurden großräumig gesperrt. Mit Behinderungen ist laut Polizei auch in den nächsten Tagen zu rechnen. Das Kreuzungsplateau bleibt laut Polizei bis voraussichtlich Sonntag "zu".

Schönbrunner Schlossbrücke überflutet
Durch die Wassermassen ist auch die Schönbrunner Schlossbrücke überflutet worden, was für Verkehrsprobleme sowohl im Bereich der Westein- als auch Westausfahrt gesorgt hat. Von Süden kommend war die Grünbergstraße betroffen. Die Aufräum- und Sanierungsarbeiten auf der Linken Wienzeile werden möglicherweise mehrere Tage dauern.

Das Chaos perfekt machte dann ein Gasgebrechen, das eine Sperre der Sechshauser Straße mit sich zog. Denn damit war auch die Ausweichstrecke nicht mehr befahrbar. "Richtung stadtauswärts auf die Westausfahrt steht alles", meldete der ÖAMTC. Betroffen war auch der Gürtel. Es gab so gut wie keine Ausweichmöglichkeiten.

Grund für den Zwischenfall in der Früh war laut Wiener Wasserwerken ein Transportrohr mit etwas mehr als 50 Zentimeter Durchmesser, das gebrochen ist. Ausschlaggebend dafür könnte laut Andreas Tomenendal von den Wasserwerken, ein Verlegefehler als auch ein Materialproblem gewesen sein. Es handelte sich um "ein altes Rohr", das üblicherweise in eineinhalb bis zwei Meter Tiefe eingegraben liegt.

Das für dieses Rohr verwendete Material neige zu Sprödbruch, wenn es bricht "knallt es gewaltig", meinte der Fachmann. Dieses Transportrohr diente der Versorgung von Haushalten in Margareten, Favoriten und Meidling. In diesen Bezirken ist es am Vormittag auch zu Problemen mit der Wasserversorgung gekommen.

(apa/red)

21.10.2009 10:44