Fast 9.000 Festnahmen in sechs Jahren:
Die Bilanz der Wiener Straßenkriminalität
- Wiener Polizei nahm rund 1.100 Taschendiebe fest
- Einbrecher meistens aus Georgien und Rumänien

·Helden des Alltags
im NEWS.at-Interview
Polizeibeamte im Kampf gegen Schlepperbanden
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144 Personen in den Zügen festgenommen
Die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) hat in den sechs Jahren ihres Bestehens fast 9.000 Personen wegen Eigentums- oder Suchtgiftdelikten festgenommen, mehr als 950.000 Kugeln mit Drogen, über 500 Kilo Cannabisprodukte sowie 1,7 Millionen Euro Bargeld sichergestellt. Das gab die Bundespolizeidirektion Wien bekannt.
Bei den Wohnungseinbrechern, die auf frischer Tat ertappt wurden, handle es sich seit etwa drei Jahren ausschließlich um Georgier und Rumänen, sagte Oberstleutnant Wolfgang Preiszler, und zwar im Verhältnis zwei zu einem Drittel. Im Fall der Georgier seien manche Täter nach Verbüßung ihrer Haftstrafen bereits das zweite Mal erwischt worden. Seit 2003 machte die aktuell aus 79 Beamten bestehende EGS 182 Wohnungseinbrecher dingfest - von Tätern, die in der Wohnung eines Süchtigen nicht mehr als Rasierklingen und ein paar Packerl Zigaretten mitgehen ließen bis zu den Georgiern, die 2007 eine Stradivari des Geigers Christian Altenburger erbeuteten. Dazu wurden rund 1.100 Taschendiebe und 150 Auto-Einbrecher erwischt.
Im Bereich offene Suchtgift-Szene konzentrieren sich die Beamten derzeit auf drei Hotspots: Die Bereiche rund um die U-Bahnstationen Jägerstraße und Dresdner Straße in der Brigittenau sowie um die Station Längenfeldgasse in Meidling. Seit der Einführung der U-Bahnstreifen Anfang September habe sich der Handel nämlich in das unmittelbare Umfeld verlagert, wobei die Szene an den drei Orten besonders hartnäckig sei, sagte Preiszler der APA. Bei den Dealern handle es sich dort ausschließlich um Schwarzafrikaner, die Abnehmer seien bunt gemischt.
(apa/red)
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