Ein Erlebnis wie in einem schlechten Krimi:
Maskierter überfällt und fesselt ein Ehepaar
- Ehemann musste Täter mit dem Auto herumführen
- Sonderkommission setzt sich auf die Spur des Täters

Ein Ehepaar ist in der Nacht auf gestern, Sonntag, in seinem Einfamilienhaus im Bezirk Korneuburg von einem bewaffneten, maskierten Räuber gefesselt worden. Laut NÖ Sicherheitsdirektion durchsuchte der Täter das Haus und nahm Schmuck und Bargeld an sich. Dann soll er den 50-Jährigen mit Waffengewalt gezwungen haben, ihn mit dessen Pkw Richtung Hollabrunn zu fahren. Schließlich kettete er sein Opfer an einem Hochstand an und flüchtete mit dem Fahrzeug.
Der Pkw wurde am Sonntagvormittag von einem Spaziergänger im Nahbereich der Schnellbahnhaltestelle Schönborn-Mallebarn in einem Windschutzgürtel entdeckt. Der 50-Jährige hatte sich selbst befreien können. Er bat einen Passanten, die Polizei zu rufen. Beamte hielten sofort Nachschau im Wohnhaus und befreiten die 44-Jährige.
Laut "Kurier"steht das Ehepaar, das im Schlaf überrascht worden war, nach wie vor unter Schock. Das weibliche Opfer sei in der Dusche angekettet worden. Der Täter habe sich laut der Zeitung mit dem 50-Jährigen zwar "in gewähltem Deutsch" unterhalten, es dürfte sich trotzdem um einen Ausländer handeln.
Der Tathergang erinnere an eine Geiselnahme im Mai in Pöchlarn (Bezirk Melk): Die Ehefrau eines Bankdirektors war von einem Unbekannten stundenlang festgehalten und in der Sauna - mit Ketten - gefesselt worden. Dem Bericht zufolge sei nun eine Sonderkommission gebildet worden.
(apa/red)
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