Der neue Astra ist Opels Antidepressivum: Viele optische Anleihen vom Bruder Insignia
- Fesches Heck mit eingeschränkter Sich nach hinten
- NEWS: Der neue Astra kommt Mitte Dezember zu uns

Er ist fesch, modern und knackig. Und derzeit wohl der einzige Lichtblick der sorgengebeutelten Marke.
Die Stimmung in der Opel-Zentrale in Rüsselsheim ist gereizt. Zu viele Fragezeichen belasten die an und für sich fix beschlossene Übernahme der Traditionsmarke durch Magna. Das einzige Thema, bei dem die Opel-Chefetage in diesen Tagen die Mundwinkel doch nach oben richten kann, ist der neue Astra.
Kleiner Insignia
Das neue Opel-Baby ist auch wirklich fesch geraten. Vielleicht, weil er etliche optische Anleihen beim großen Bruder Insignia nimmt etwa die Frontansicht. Das wird freilich nur dem gefallen, der auch das Opel-Flaggschiff attraktiv findet. Die Coupéform mit dem ein wenig italienisch anmutenden Heck ist aber taxfrei äußerst gefällig geraten. Ein weiteres Insignia-Gen sieht man nicht, spürt es aber: Das Flex-Ride-System passt die Fahrwerksabstimmung automatisch optimal an die vorherrschenden Bedingungen rundherum ab.
Nicht umsonst haben die Opel-Ingenieure beim neuen Astra, der übrigens Mitte Dezember zu uns kommt, so viel Aufwand getrieben. Denn einerseits ist dieser Opel-Blitz für gut ein Drittel aller Verkäufe und damit das Wohlergehen der Marke zuständig. Zum anderen scharrt der ewige Konkurrent VW Golf neu schon in den Startlöchern. Der neue Astra ist für die xte Auflage des Duells Rüsselsheim gegen Wolfburg ausgezeichnet gerüstet.
Ganz schön gewachsen
Dass der neue Astra um 22 cm (!) länger als der Golf geraten ist, wäre allein noch nicht lobenswert. Aber der Längenzuwachs ist dem Komfort aller Passagiere (inklusive Gepäckabteil) zugute gekommen. Die Vordersitze sind endlos verstellbar, trotzdem sitzt man hinten kommod.
Noch ein kritischer Blick auf die ein wenig mit Schaltern und Knöpfen überfrachtete Mittelkonsole, und los gehts. Zunächst hat sich NEWS den140 PS starken 1,4-l-Benzin-Turbo vorgeknöpft. Der besticht wie alle Modelle durch eine angenehme elektrische Servo und ein tadelloses Fahrwerk, hat aber ein etwas zähes Ansprechverhalten und im mittleren Geschwindigkeitsbereich klitzekleine Schwächen. Hubraum kann eben durch nichts ersetzt werden. Das zeigt der von uns als Nächstes gefahrene 2.0 CDTi mit 160 PS und williger Automatik. Da ist genügend Dampf in allen Lagen da. Kleine Kritik zum Finale: Weil der Astra insgesamt deutlich leiser geworden ist, fallen die Windgeräusche bei Autobahntempo umso mehr auf.
Axel Meister
Die gesamte Astra-Modellpalette finden Sie im aktuellen NEWS!











