Dienstag, 13. Oktober 2009

Pfuscher haben wieder Hochkonjunktur:
Schwarzarbeit ist hierzulande im Aufwind

  • 20,5 Mrd. € werden in Schattenwirtschaft umgesetzt
  • Speziell in Wien, Oberösterreich & Niederösterreich

In schlechten Zeiten wird wieder mehr gepfuscht: Aufgrund der Wirtschaftskrise, der damit verbundenen Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit wird die Schattenwirtschaft heuer um circa 600 Mio. Euro auf 20,5 Mrd. Euro steigen, ein Zuwachs um 5,0 Prozent. Zuvor war in den Jahren 2005 bis 2008 der Pfusch eingedämmt worden.

Dabei wird heuer in allen Bundesländern verstärkt am Fiskus vorbeigearbeitet. In Wien, Oberösterreich und Niederösterreich ist die Schattenwirtschaft quantitativ am bedeutendsten. Nach Branchen betrachtet wird im Baugewerbe und Handwerksbetrieben am meisten gepfuscht, danach folgen die Sektoren "andere Gewerbe- und Industriebetriebe" und Dienstleistungsbetriebe (Hotels, Gaststätten etc.). Auch im sonstigen Gewerbe und in haushaltsnahen Dienstleistungen wird viel schwarzgearbeitet, wie eine Studie von Professor Friedrich Schneider von der Johannes Kepler Universität Linz untermauert.
(apa/red)

13.10.2009 18:54
sidestep, 21. 10. '09 16:49
Ha, ha, ha, da kann ich nur lachen!
Folgendes Szenario! Ich hatte ein Carport zu Pflastern oder asphaltieren. E-Mail-Anfrage zuerst bei 2 Firmen in der eigenen Stadt! Wochenlanges Warten, keinerlei Reaktion. Dann telefonische Anrufe. Die eine Firma hatte mein E-Mail verschlampt und wußte nichts mehr davon. Die andere wartete auf die Entscheidung des Chefs. Wieder warten. Der Chef entschied nicht. Da rief ich ihnpersönlich an. Der Auftrag sei zu klein. Solch kleine Arbeiten verrichte man nicht. Weiter zur Firma die meine E-Mail verschlampt hatte. Dort die Auskunft ich solle mir weitere Anrufe sparen(!) die Arbeit werde (ohne Begründung) nicht ausgeführt. Ausschreibung der Arbeit bei "My Hammer". Keine Antwort! Da möchte ich keine Jammereien von diversen Firmen mehr hören.Der Auftrag sei zu klein - das ich nicht lache!
Marc99, 13. 10. '09 18:28
Völlig logisch
Solange ein Facharbeiter ca. 8 Stunden arbeiten muß um von seinem Nettolohn eine Facharbeiterstunde bezahlen zu können wird der Pfusch blühen und gedeihen, völlig unabhängig von einer Wirtschaftskrise. Ein schlüßelfertiges Einfamilienhaus inklusive Keller und inklusive Einrichtung kostet ohne Grundstück von EUR 250.000,- aufwärts, wenn man es über gewerbliche Anbieter errichtet. Wie bitte soll das ein Arbeiter mit einem Nettoeinkommen von 1.500 Euro bezahlen?
brezi77, 13. 10. '09 16:01
Der Staat verleitet ja zur Schwarzarbeit ....
... denn wenn man sich durch Einsatz von Hirnschmalz eine Lohnerhöhung von € 100.- brutto rausholt, schmarotzt der Staat fast 50 % mit und mir bleibt nur ein Fuffi über! So ist es mir heuer ergangen. Nix mache ich mehr offiziell, da mach ich's lieber schwarz und kassiere die ganze Marie!
irgendwer01, 14. 10. '09 08:44
Re: Der Staat verleitet ja zur Schwarzarbeit ....
sind mehr als 60 %
zuerst nehmens dir mal ca. 18 % Sozialversicherung.
Und von den verbliebenen 82 % ziehens bis zu 50 % ab - oder bei einem mittleren Lohn 43 %
82 % abzüglich 43 % ergiebt: 46,74 %
also 46 Euro von 100 - JUHU