Freitag, 16. Oktober 2009

Bank of America fährt Milliardenverlust ein:
Rund 2,2 Milliarden Minus im dritten Quartal

  • Hat sich bei Merrill-Lynch-Übernahme überhoben
  • Bank-Chef nimmt mit 125-Millionen-Bonus den Hut

Die krisengeplagte Bank of America ist im dritten Quartal überraschend tief in die roten Zahlen gestürzt. Unter dem Strich stand ein Verlust von mehr als 2,2 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. Euro.

Ein Jahr zuvor hatte die zu den größten US-Instituten zählende Bank noch einen Gewinn von 704 Mio. Dollar eingefahren. Der Verlust fiel höher aus als von Experten erwartet. Die Aktie reagierte im vorbörslichen US-Handel prompt mit Abschlägen. Auf das Ergebnis drückten erneut milliardenschwere Belastungen durch faule Kredite.

Die Bank of America steht massiv unter Druck, weil sie sich unter anderem bei der spektakulären Milliardenübernahme der Investmentbank Merrill Lynch vor rund einem Jahr verhoben hat. In Rechtsstreits wird ihr zudem vorgeworfen, ihre Aktionäre falsch informiert zu haben.

Konzernchef Kenneth Lewis hat bereits seinen Rücktritt zum Jahresende erklärt. Das ihm zum Abschied womöglich zustehende Vergütungspaket von bis zu 125 Mio. Dollar sorgt für öffentliche Aufregung.
(apa/red)

16.10.2009 14:12
antikapitalist, 16. 10. '09 15:31
MACHT JA NICHTS,
IS EH SCHON WURSCHT!!!!!!