Dienstag, 13. Oktober 2009

Bye, bye, Meischi: FP-Chef H.-C. Strache geht bildlich auf Distanz zu Walter Meischberger

  • Meischberger-Bilder von FPÖ-Homepage entfernt
  • FPÖ will Verwicklung in Buwog-Skandal vermeiden

Der Buwog-Skandal lässt so manche Freundschaft erkalten: Strache ließ Meischberger-Fotos von der FPÖ-Homepage entfernen.

Früher war alles anders. Damals, Anfang der 90er-Jahre, als Walter Meischberger FPÖ-Generalsekretär und Heinz-Christian Strache ein­facher Wiener FP-Gemeinderat war. Strache, aus bescheidenen familiären Verhältnissen, wollte Meischbergers Anerkennung, bemühte sich um
die Freundschaft des aufstrebenden Politikers. Doch Meischberger soll
an Strache wenig Interesse gezeigt haben. Heute ist das anders, heute, wo Strache Chef der FPÖ ist. So werden die beiden öfter beim Wiener Nobelitaliener Francesco im 19. Bezirk gesehen, alleine, wie es heißt, um vertrauliche Gespräche zu führen.

Bilder entfernt
Mit ­ihrer Freundschaft dürfte es aber doch nicht so weit her sein: Wegen des Buwog-Skandals ließ Strache sämtliche Fotos, die Meischberger
auf seiner Geburtstagsparty im Kur­salon Wien zeigen (Strache ­wurde im Sommer 40) von der FPÖ-Homepage entfernen; darunter auch ein Bild, das Meischberger mit David Lasar (FPÖ-Gemeinderat in Wien) und „Hump Dump“ Hilmar ­Kabas (ehemaliger FP-Wien-Chef) zeigt. „Bloß keine Verwicklung in die Causa“, argumentiert ein FPÖ-Mann.

Von Ashwien Sankholkar

Im Bild: Meischberger, Lasar und Kabas (v. l.) feierten Straches 40er.

13.10.2009 15:50