Constantini bleibt bei eingeschlagenem
Weg: Teamchef hält an seinem Kader fest
- Rückkehr von Ivanschitz weiterhin kein Thema
- Kraft der "jungen Welle" ebbte gegen Frankreich ab
"Man sah, dass wir weit hinter Frankreich stehen"

·ÖFB-Boss Windtner: EM 2012 ist das Ziel
Zieht WM-Quali-Resümee:
Positiver Trend erkennbar
·WM-Quali: Lehrreiche Niederlage in Paris
Junges ÖFB-Team verliert
gegen Frankreich mit 1:3
·Nur Maierhofer fiel
in Frankreich durch
Die ÖFB-Teamspieler in der NEWS.at-Einzelkritik
·Jubelnde Franzosen, österreichischer Frust
Die besten BILDER vom Spiel gegen Frankreich
·"Wir haben zu viele Eigenfehler gemacht"
REAKTIONEN zum Spiel Österreich vs. Frankreich
·Alaba dribbelt sich in die Geschichtsbücher
Mit Paris-Einsatz jüngster Teamspieler aller Zeiten
·Alte Recken und ein
Generationswechsel
Die WM-Qualifikation
im NEWS.at-Resümee
·Fix qualifizierte Teams für WM 2010
23 von 32 Tickets nach Südafrika sind vergeben
Der vermeintlich positive Trend des österreichischen Nationalteams scheint ins Stocken zu geraten. Nach dem mühsamen 2:1-Heimsieg gegen Litauen war die ÖFB-Auswahl zum Abschluss der WM-Qualifikation beim 1:3 gegen Frankreich praktisch völlig chancenlos. Am Ende blieb zwar Platz drei in Gruppe 7, aber auch die bittere Erkenntnis, dass Österreich im Moment im Konzert der stärksten europäischen Mannschaften nichts zu suchen hat.
"Man hat gesehen, dass wir weit hinter Frankreich stehen", musste Teamchef Dietmar Constantini zugeben und sagte außerdem: "Mit einer Niederlage kann man nie zufrieden sein."
Festhalten an Kader
Die Kraft der "jungen Welle" ebbt schnell ab, wenn es Kicker wie Yasin Pehlivan, Julian Baumgartlinger, Veli Kavlak oder Jakob Jantscher mit Klassespielern wie jenen des verstärkten französischen B-Teams zu tun bekommen. Dennoch will Teamchef Dietmar Constantini an seinem Kader festhalten. "Ich kann nicht meine Marschroute ändern, wenn wir gegen ein Top-Team verlieren." Eine Rückkehr von Andreas Ivanschitz ist vorläufig weiterhin kein Thema, wie es mit Legionären wie etwa György Garics oder Andreas Ibertsberger weitergeht, steht in den Sternen.
Ein neuer Fremdarbeiter wurde im Teamcamp erstmals gewogen und offenbar für zu leicht empfunden. "Ekrem Dag ist in Ordnung. Er war die ganze Zeit leicht verletzt, hat sich im Training aber auch nicht wirklich aufgedrängt", erklärte Constantini.
Leise Kritik an Scharner
Der Besiktas-Kicker war ursprünglich rechts in der Viererkette anstelle des gesperrten Franz Schiemer erwartet worden, Constantini hingegen schob Paul Scharner auf jene Position, die er schon seit langer Zeit nicht mehr gespielt hat. Dies wurde in einigen Situationen augenscheinlich, selbst wenn Constantini meinte: "Aufgrund von Fehlern anderer war er oft gegen zwei oder drei Spieler." Allerdings gab es auch Kritik vom Teamchef an seinem Kapitän. "Ich habe mir schon vorgestellt, dass er besser ausschaut."
Mit seiner Startformation sorgte Constantini einmal mehr in seiner Amtszeit für eine Überraschung. "Aber es ist nicht mein Ziel, eine Aufstellung rauszuhauen, die keiner errät. Ich denke mir was dabei, auch wenn es nicht funktioniert", erklärte der 54-Jährige. Aufgegangen ist sein Konzept diesmal nicht.
"Wir reden nichts schön"
Seitens des ÖFB werden schlechte Spiele nicht in einem geschönten Licht dargestellt, betonte der Nationaltrainer. "Wie viel haben wir vor der EURO verloren? Da habe ich nach jedem Spiel gehört, es war ein Schritt nach vorne. Wir reden nichts schön."
Constantini wies darauf hin, dass man gegen eine mit Stars gespickte Auswahl verlor, selbst wenn einige herausragende Kicker geschont wurden. "Der Marktwert eines Franzosen ist höher als von unserer ganzen Mannschaft." Daher seien die Erfolgsaussichten ohnehin gering gewesen. "Gegen Frankreich muss man ein Tor machen, dann hinten gut stehen und sich irgendwie drüberretten." In Anspielung an den Maierhofer-Lapsus erklärte der Coach: "Das Tempo ist ein anderes, wenn man gegen ein Top-Team antritt. Da muss ich manchmal Bälle raushauen und nicht verarbeiten."
(apa/red)
