Jüngster ÖFB-Teamspieler aller Zeiten:
Alaba dribbelt sich in die Geschichtsbücher
- Debüt im Team mit 17 Jahren, 3 Monaten, 20 Tagen
- Bayern-Amateur wollte nie für anderes Land spielen

·WM-Quali: Lehrreiche Niederlage in Paris
Junges ÖFB-Team verliert
gegen Frankreich mit 1:3
·Nur Maierhofer fiel
in Frankreich durch
Die ÖFB-Teamspieler in der NEWS.at-Einzelkritik
·Jubelnde Franzosen, österreichischer Frust
Die besten BILDER vom Spiel gegen Frankreich
·"Wir haben zu viele Eigenfehler gemacht"
REAKTIONEN zum Spiel Österreich vs. Frankreich
·Argentinien zittert sich nach Südafrika
Gauchos nach Sieg
gegen Uruguay bei WM
·Schweiz & Slowakei fahren zur WM 2010
Out: Kroatien, Türkei, Schweden & Tschechien
·Fix qualifizierte Teams für WM 2010
23 von 32 Tickets nach Südafrika sind vergeben
Seit Mittwoch heißt der jüngste österreichische Teamspieler der Geschichte David Alaba. Der Legionär der Bayern Amateure kam im Alter von 17 Jahren, 3 Monaten und 20 Tagen beim 1:3 im letzten WM-Qualifikationsspiel gegen Frankreich im Stade de France für Christian Fuchs, war rund 15 Minuten im Einsatz und übertrumpfte damit den bisherige Rekordhalter Hans Buzek, der mit 17 Jahren, 5 Monaten und 8 Tagen sein Debüt gegeben hatte.
Alaba sprach nach seinem Auftritt vor 78.000 Zuschauern vom beeindruckendsten Erlebnis seiner noch kurzen Karriere. "Es ist einer sehr große Ehre, der jüngste Teamspieler aller Zeiten zu sein, es war ein super Gefühl. Von meiner Nominierung war ich überrascht, jetzt freue ich mich total", meinte der Linksfuß.
In seinem Kurzauftritt zeigte der Teenager ansatzweise, welches Potenzial in ihm steckt. "Ich habe versucht, gleich so gut wie möglich reinzukommen. Jürgen Patocka hat mir dabei auch sehr geholfen." Alaba übernahm von Fuchs die Rolle links in der Viererkette - seine Lieblingsposition ist im Zentrum, bei den Bayern Amateuren spielt er zumeist links im Mittelfeld. "Aber bei den Austria Amateuren habe ich schon ein paar Mal links hinten gespielt", erklärte der Sohn einer Philippinin und eines Nigerianers.
Nur noch für Österreich spielberechtigt
Teamchef Dietmar Constantini war mit der Leistung seines jüngsten Schützlings zufrieden. "Aber das Wichtigste ist, dass die Sache jetzt erledigt ist und er nur noch für Österreich spielen kann." Angeblich waren andere Nationalverbände wie etwa Deutschland an Alaba interessiert, er selbst meinte zu diesem Thema aber nur: "Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen. Für mich war es nie ein Thema, für ein anderes Land zu spielen."
Am Donnerstag reiste Alaba bereits wieder zu den Bayern, wo er derzeit mit den Amateuren in der 3. Liga nur an vorletzter Stelle liegt, sich aber demnächst für höhere Aufgaben empfehlen möchte. "Ich will mich in München durchsetzen, aber ich weiß auch, dass ich mich noch weiterentwickeln muss", sagte der ÖFB-Rohdiamant, der im Sommer 2008 von der Austria an die Isar gewechselt war.
Bei den Bayern weiß man über die Qualitäten Alabas bescheid. Deren legendärer Nachwuchs-Trainer Hermann Gerland schwärmte auch öffentlich vom österreichischen Jung-Nationalspieler, Coach Louis van Gaal ließ ihn einige Male mit der Kampfmannschaft trainieren und verschaffte ihm im Sommer einen Testspiel-Einsatz.
(apa/red)
