Der Kapitän warnt vor dem Leichtsinn:
Scharner erhofft Top-Tag gegen Frankreich
- Die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen
- Scharner: "Match ist ein Schritt zu mehr Erfahrung"

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Auch wenn es ums Prestige und um Punkte für die FIFA-Weltrangliste geht - aufgrund der Ausgangsposition in der WM-Qualifikationsgruppe 7 hat der heutige Auftritt des österreichischen Fußball-Nationalteams (21.00 Uhr/live auf NEWS.at) im Stade de France gegen Frankreich besseren Testspiel-Charakter. Kapitän Paul Scharner warnt dennoch davor, die Partie gegen den regierenden Vize-Weltmeister auf die leichte Schulter zu nehmen.
"In Frankreich haben wir keine Drucksituation, aber das ist mit Vorsicht zu genießen. Mit der Austria war ich einmal acht Runden vor Schluss Meister und dann haben wir glaube ich die letzten sieben Spiele nicht gewonnen", erinnerte sich der Legionär von Wigan Athletic.
Gefahr des Leichtsinns
Die Möglichkeit, befreit aufspielen zu können, berge die Gefahr des Leichtsinns, so Scharner. Außerdem habe die ÖFB-Auswahl mit dem 2:1 am Samstag in Innsbruck gegen Litauen bewiesen, dass sie auch unter Druck zu positiven Ergebnissen fähig ist. "In diesem Match ist es zum ersten Mal in der WM-Qualifikation detailliert um etwas gegangen, um den dritten Platz. Das war zum ersten Mal eine richtige Drucksituation, und die haben wir gut gemeistert."
Nun wartet auf die Österreicher aber ein ganz anderes Kaliber. "Die Voraussetzungen sind mit dem Litauen-Spiel nicht zu vergleichen. Gegen so ein Star-Ensemble muss man einen Top-Tag erwischen. Die Franzosen haben einen großen Stamm von Klassespielern", betonte der Niederösterreicher.
WM 2014 als persönliche Vision
Für die ÖFB-Auswahl bedeutet das Kräftemessen mit dem Weltmeister von 1998 laut Scharner eine weitere Etappe im Lernprozess. "Das Match ist ein Schritt zu mehr Erfahrung. Wir sind mit der Entwicklungsphase noch lange nicht am Ende. Meiner Meinung nach befinden wir uns noch immer im ersten Viertel, ich kann auch nicht sagen, wie lange es noch dauert, deswegen spreche ich auch von der WM 2014 als meiner persönlichen Vision."
Selbst von der im Herbst 2010 beginnenden EM-Qualifikation dürfe man sich nicht zu viel erwarten. "Wir haben Achtungserfolge geschafft. Darauf kann man aufbauen, aber mehr nicht. Der dritte Platz in unserer Gruppe spiegelt unsere derzeitige Stärke wieder", vermutete der 29-Jährige und betonte: Für mich steht immer die Entwicklung an erster Stelle. Ob man sich für EM qualifiziert, wird man sehen. Wir sind noch nicht in der Situation, in der man eine absolute Muss-Zielsetzung hat, dass man 2012 dabei ist."
(apa/red)
