Mittwoch, 14. Oktober 2009

Raymond Domenech will uns ernst nehmen:
Generalprobe für das Qualifikations-Play-off

  • Frankreich wird wohl doch einige der Stars schonen
  • Thierry Henry glaubt an erfolgreiche WM-Qualifikation

Trotz der bedeutungslosen Ausgangslage hat der französische Fußball-Teamchef Raymond Domenech die Wertigkeit des heutigen Abschlussspieles in der WM-Qualifikation (21.00 Uhr/live auf NEWS.at) im Stade de France gegen Österreich hervorgehoben. Gegen die ÖFB-Auswahl gehe es vor allem darum, sich den Feinschliff für die anstehenden Play-off-Partien am 14. und 18. November zu holen, betonte der Nationaltrainer.

"Das im Moment wichtigste Match ist jenes gegen Österreich. Das ist für uns die Generalprobe für die Play-off-Spiele", erklärte der 57-Jährige, dessen Truppe am vergangenen Samstag mit einem 5:0-Heimsieg über die Färöer den zweiten Gruppenplatz fixiert hatte.

In punkto Aufstellung ließ sich der frühere Lyon-Betreuer nicht in die Karten blicken. "Ich weiß noch nicht, ob ich Spieler schonen werde. Aber einige hatten in den letzten Wochen hohe Belastungen", sagte Domenech und deutete damit an, dass möglicherweise Kicker wie Thierry Henry oder Nicolas Anelka ebenso wie die gelbgefährdeten William Gallas, Eric Abidal, Patrice Evra und Bacary Sagna vorerst auf der Bank Platz nehmen könnten. Franck Ribery und Yoann Gourcuff fehlen verletzungsbedingt.

Zuversicht bei Domenech
Die Leistung gegen die Insel-Kicker und insbesondere im vergangenen September beim 1:1 in Belgrad gegen Pool-Sieger Serbien haben bei Domenech neue Zuversicht geweckt. "Es passiert etwas in dieser Mannschaft. Wir haben einen Stil und eine gewisse spielerische Qualität gefunden, das tut gut."

Sein Kapitän Henry warnte allerdings davor, nach dem Kantersieg gegen die Färöer in zu großen Optimismus zu verfallen. "Es geht alles in die richtige Richtung, aber diesen Erfolg darf man nicht überbewerten." Der Barcelona-Star hat vor dem Duell mit Österreich schon die Play-off-Partien im Hinterkopf. "Das sind K.o.-Spiele wie im Europacup. Unsere Spieler sind bei ihren Vereinen an solche Situationen gewöhnt, und mit unserer Erfahrung werden wir damit zurecht kommen", vermutete der Angreifer.
(apa/red)

14.10.2009 07:08