Dienstag, 13. Oktober 2009

Aus für Pyrotechnik in heimischen Stadien:
Neues Gesetz löscht Bengalische Feuer aus

  • Laut Entschärfungsdienst hohes Gefährdungspotenzial
  • Neues Pyrotechnikrecht soll ab 2010 in Kraft treten

Das Aus für "Bengalische Feuer" in Fußballstadien ist mit einer Novelle des Pyrotechnikrechtes im Ministerrat beschlossen worden. Das Gesetz soll ab 2010 in Kraft treten. Betroffen sind nicht nur pyrotechnische Gegenstände mit Knalleffekten, sondern alle Erzeugnisse, die chemische Stoffe beinhalten und Bewegungs-, Licht-, Rauch- Nebel-, Druck- oder Reizwirkungen hervorrufen, hieß es dazu aus dem Innenministerium.

Besonders "Bengalischen Feuern" hat der Entschärfungsdienst des Innenministeriums in diversen Versuchsreihen hohes Gefährdungspotenzial nachgewiesen. Diese erzeugen extrem hohe Abbrandtemperaturen um die 2.000 Grad, die zu schweren Verbrennungen führen können.

"In der vergangenen Fußballsaison gab es 324 Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz", sagte Innenministerin Maria Fekter. "Um Sicherheit zu gestalten, müssen wir den vielfältig gewordenen Missbrauch von pyrotechnischen Gegenständen eindämmen, die bei Sportveranstaltungen gern verwendet werden und sehr gefährlich geworden sind."
(apa/red)

13.10.2009 15:57