Linke Rebellen formieren sich im Netz:
Was Sie von der SPÖ-Parteispitze fordern
- Auf Facebook sammeln sich die enttäuschten Roten
- NEWS: "Der Fisch fängt beim Kopf zu stinken an"
·SPÖ auf Suche nach inhaltlicher Schärfung
Arbeitsgruppe für klare Linie bis Ende des Jahres
·Trostpflaster für die angeschlagene SPÖ
Bürgermeistersessel in Wels gegen FPÖ verteidigt
·"... gehöre zu denen, die immer weinen"
Die besten Sager aus der österreichischen Politik

Der Bedarf war da: Kaum war die Facebook-Plattform Die SPÖ-Linke. Pro Kurswechsel. Pro SPÖ-Neustart. gegründet, scharten sich die vom SPÖ-Kurs Enttäuschten im Netz. 960 waren es binnen 14 Tagen während es die SPÖ nach längerer Existenz im Netz nur auf 838 Facebook-Freunde bringt.
Die Forderungen sind durchaus saftig. Unter anderem: Eine Rückkehr zu sozialdemokratischen Werten, die die jetzige Parteiführung entsorgt hat. Oder die Wiedereinführung von Erbschafts- und Schenkungssteuer und eine Vermögenssteuer. Eine Haltung in Zuwanderungsfragen, die sich nicht an die FPÖ anbiedert. Und dann heißt es: Der Fisch fängt ja bekanntlich am Kopf zu stinken an. Daher sind neben inhaltlichen Fragen natürlich auch Personaldebatten zu führen. Die Versuche, die dramatischen und historischen Verluste kleinzureden, werden von uns auf das Schärfste zurückgewiesen. Und: Ein Neustart ist nur möglich, wenn man sich personell erneuert.
Initiator der Plattform ist Rudolf Fußi, der seinerzeit mit dem Volksbegehren gegen die Eurofighter österreichweit bekannt wurde. Seit 2002, sagt er selbst, ist er SPÖ-Mitglied und heute enttäuscht: Wir wollen eine Programmdiskussion von unten in Gang setzen und dann eine personelle Erneuerung auf allen Ebenen, wenn wir wissen, wer diese Inhalte am besten umsetzen kann.
Den roten Parteichef Werner Faymann will Fußi jedenfalls ersetzen: Wenn Faymann das Beste ist, was die SPÖ zu bieten hat, können wir den Laden gleich dichtmachen. Als Alternativen nennt er die Landeschefs Franz Voves und Gabi Burgstaller, Exsozialminister Erwin Buchinger oder GPA-Chef Wolfgang Katzian. Und die enttäuschte ehemalige ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha sähe er am liebsten als neue Bundesgeschäftsführerin. Das wäre ein hervorragendes Signal.
