Mittwoch, 14. Oktober 2009

SPÖ auf Suche nach inhaltlicher Schärfung:
"Klare Linie" bis Ende des Jahres erwünscht

  • Faymann wünscht sich "kontroversielle Diskussion"
  • Interne Arbeitsgruppe startet mit Thema Bildung

SPÖ-Chef Faymann hat zwecks geplanter inhaltlicher Schärfung der Partei eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Das gab er nach dem Parteipräsidium in Wien bekannt. Faymann wünscht sich dabei einen "kontroversiellen Diskussionsprozess", zum Schluss solle eine klare Linie herauskommen. Ergebnisse will er bis Ende des nächsten Jahres sehen.

Im Parteipräsidium habe man sich mit dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, der Bildung sowie dem Thema Sicherheit auseinandergesetzt. Faymann versprach, auch in der Krise die Jugendlichen am Arbeitsmarkt nicht im Stich zu lassen. Weiters sprach sich der SPÖ-Parteichef abermals für eine Ganztagsschule aus. Fördern wolle die SPÖ außerdem das geregelte Zusammenleben. Dazu wolle man auf Bundesebene etwa ein Hausbesorgergesetz zustande bringen.

Faymann wiederholte auch seine Forderung nach 2.000 zusätzlichen Polizisten. Die Ansätze dazu würden gut laufen, als Beispiel nannte Faymann den Wechsel von Telekom-Beamten zur Polizei. Dies sei aber zu wenig, deshalb wolle er möglichst in den nächsten zwei bis drei Jahren 2.000 Polizisten mehr auf der Straße sehen.

Eine interne Arbeitsgruppe, wo laut Faymann jeder mitdiskutieren kann, soll ein Papier erarbeiten, wie Österreich im Jahr 2020 dastehen soll. Er selbst wird mit Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas den Diskussionsprozess leiten, die einzelnen roten Regierungsmitglieder würden ihre Themenfelder führen. Faymann meinte außerdem, "manchmal muss man kontroversiell diskutieren, damit eine klare Linie herauskommt".

Startschuss mit Bildung
Starten soll der Diskussionsprozess mit dem Thema Bildung, bis Ende des nächsten Jahres solle die Arbeitsgruppe Ergebnisse vorlegen. Das Parteiprogramm werde zwar nicht entsprechend geändert, die Ergebnisse könnten aber sehr wohl das Programm für die nächste Nationalratswahl darstellen. Laut Faymann hat es während des Präsidiums keine Wortmeldung über personelle Änderung gegeben.
(apa/red)

14.10.2009 15:54
founder, 15. 10. '09 06:59
Die absolute Weigerung eine klare Linie umzusetzen
Hochkonjunktur, mehr Kaufkraft für die Bevölkerung, Arbeit wird billiger für den Arbeitgeber. Die Wirtschaft wird gegen die nächste noch schwerere Ölkrise immunisiert.
Das alles ist möglich und wurde genau ausgearbeitet.
Konjunkturprogramm und Steuerreform
http://politik.pege.org/2009-steuerreform/
und 10 Punkte Wahlprogramm passenden zur dramatischen Ölprognose der IEA
http://politik.pege.org/2009-d/wahlprogramm.htm
Doch alle kontaktierten Politiker haben solche Panik irgendetwas zu ändern, der Bevölkerung etwas zu sagen, daß alle meine Versuche eine Diskussion darüber zustande zu bringen bisher scheiterten.
sparefroh11, 14. 10. '09 20:03
aber was kommt dann?
über den rücktritt feymanns kann man zwar diskutieren, aber was wäre danach? auch, wenn feymann zurücktritt, hat die spö damit auch noch kein profil und keine klare strategie. sein rücktritt würde am dilemma der partei nichts ändern. und sollte jemand kommen, der das zeug hat, den karren wieder auf kurs zu bringen, würde sich eine ablöse feymanns von selber ergeben.
ob man mit laura rudas eine gute wahl getroffen hat, ist fraglich. da fehlt es an auftreten, an kompetenz, an erfahrung, und und und ...
aber woher sollte sie das in ihrem alter auch haben? da braucht es einfach andere persönlichkeiten!
und die ankündigung, dass ende 2010 etwas "geschärftes" kommen soll, stimmt mich alleine auf grund des termins schon nachdenklich ...
also bisher klingt das alles nicht sehr hoffnungsvoll :-(
Vasant, 14. 10. '09 21:46
Re: aber was kommt dann?
Wenn Faymann Ende 2010 sagt, dann schafft der das eh
nie vor 2012 und auch dann wird wieder alles anders sein,
weil der halt einfach keine Persönlichkeit hat und auch von
niemandem mehr ernst genommen wird.

Und wie kann ich nach so vielen Niederlagen nun eine
Frist bis Ende 2010 setzen? Da greifst dir ja auch schon
am Kopf. Vor Monaten hätte man schon eine neue Linie
gebraucht und nun schiebt man das über ein Jahr raus?

Ich wundere mich täglich, was da für offensichtlich
dumme und unintelligente Menschen in Österreich
Politik machen "dürfen". Sagenhaft!
Sensor, 14. 10. '09 19:22
Ein Diskussionsprozess statt wirkungsvoller Arbeit?
Als Faymann der ÖVP den Finanzminister überließ, hatte er bereits verloren. In Kombination mit seiner mittlerweilen vielfach bestätigten Unfähigkeit bleibt ihm zwecks "Schärfung des Profils" nur der Rücktritt. Durch die Lücke, die er dabei hinterlässt wird er bestens vertreten.
Vasant, 14. 10. '09 18:52
Bis Ende des Jahres?
Wann will der denn endlich mal mit seiner Partei arbeiten?
Eine Niederlage nach der anderen und eine Frist für neue
Linie? Der Zug ist abgefahren Herr Faymann und sie nimmt
keiner mehr ernst!

Rücktritt und tschüsssss! Alles andere ist unnötig!
Die Wähler sind weg und die nächste Niederlage kommt!