Neugebauer attackiert die ÖVP: "Kann nicht sein, dass wir das einzige Opferlamm sind"
- GÖD-Chef wirft "dramatische Unkenntnis" vor
- NEWS: "Nicht Sparbüchse des Finanzministeriums"

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Riegler sieht keine parteiinterne Absprache
Der Chef der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Fritz Neugebauer, nimmt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NEWS zum neuen Kurs der ÖVP in Schul- und Beamtenfragen Stellung: "Ich weiß, dass sich viele Kollegen maßlos ärgern. Es kann nicht so sein, dass wenn es finanziell eng wird, der Öffentliche Dienst das einzige Opferlamm ist."
Die Aussagen zu Pensionsprivilegien und neuem Lehrerdienstrecht bezeichnet Neugebauer als "unnötige Zurufe, die die Situation nur verhärten und von dramatischer Unkenntnis der Sachlage zeugen. Der Öffentliche Dienst hat seine Sparaufgaben gemacht. Man darf nicht nur Vorurteile nachplappern, Beamte dreschen und glauben, man hat ein leichtes Spiel." Zu den bevorstehenden Verhandlungen über ein neues Dienstrecht sagt Neugebauer: "Wir sind nicht die Sparbüchse des Finanzministeriums und des Minoritenplatzes, wenn der Bundeskanzler sagt, Schule ist ein Ganztagsjob, weist das auf Ahnungslosigkeit hin."
ÖVP-Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka meint im NEWS-Interview zur Ausweitung der Lehrverpflichtung: "Mir geht es um Optimierung. In dieser Legislaturperiode starten wir damit, 20.000 Lehrer neu anzustellen. Da möchte ich ein neues Dienstrecht, das dem Alltag an den Schulen entspricht. Nämlich, dass der Schultag nicht zu Mittag endet." Auf die Frage, ob es eine Rüge Neugebauers gegeben habe, meint Lopatka: "Er hat mit mir gesprochen. Wir haben so ein Vater-Sohn-Verhältnis. Da gibt es väterliche Ratschläge. Und Söhne können nicht immer befolgen, was die Väter wollen."
Mehr zum Duell ÖVP vs. Beamte finden Sie im NEWS 42/09
