Dienstag, 13. Oktober 2009

Studiengebühren spalten die Regierung:
Faymann gegen, Pröll für Wiedereinführung

  • Bundeskanzler: Keine "finanziellen Schranken" setzen
  • Vizekanzler: "Geld ist in der Krise nicht vermehrbar"

Bundeskanzler Werner Faymann im Ministerrat sein Nein zu einer Wiedereinführung der Studiengebühren bekräftigt. Man dürfe keine "finanziellen Schranken" setzen, diese seien aus seiner Sicht "keine Lösung". Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll sprach sich dagegen für Studiengebühren aus.

Es habe im Ministerrat eine Diskussion gegeben, dass die Bedingungen an den Universitäten "nicht gut" seien, räumte Faymann ein. Trotzdem nehme man in der Debatte um eine Wiedereinführung der Studiengebühren einen anderen Standpunkt als der Koalitionspartner ein. Finanzielle Schranken seien keine Antwort.

Pröll sprach sich hingegen wie sein Parteikollege Wissenschaftsminister Johannes Hahn für Studiengebühren aus. Finanzspritzen an die Unis kann sich Pröll nicht vorstellen: "Geld ist in der Krise nicht vermehrbar." Es werde eine Herausforderung, die österreichischen Universitäten zukunftsfit zu machen.

(apa/red)

13.10.2009 12:47
richard137, 15. 10. '09 09:28
Wieder Gebühren sind nicht die Lösung
Es ist doch so, das die Einhebung der Studiengebühren außer Ausgaben nichts gebracht hat, die Administrierung und Verwaltung war und ist einfach teurer als die Einnahmen. Warum will man also diese wieder einführen? Die einfachste Lösung wäre doch, Deutsche an unseren Unis nur mehr dann zuzulassen, wenn sie auch die Zulassungskriterien und die Berechtigung hätten, in Deutschland studieren zu dürfen. Die kommen doch alle nur zu uns, weil sie in Deutschland nicht studieren können wegen der Kapazitätsbeschränkung (Numerus Clausus).
sparefroh11, 14. 10. '09 14:43
unkreativ
ja? nein?
warum so unkreativ, meine herren?
es muss ja nicht immer alles nur schwarz-weiß (oder hier schwarz-rot) sein.
wenn die universitäten geld brauchen, dann muss es eben kreative lösungen geben.
vorschlag 1: zumindest ausländ. studenten müssen bezahlen. und wenn die eu das nicht erlaubt, dann zahlen eben alle, und die österreicher bekommen ihr geld wieder zurück - z. b. auf dem weg der familienbeihilfe.
vorschlag 2: studiengebühren gestaffelt nach dem einkommen der eltern und anzahl d. kinder.
vorschlag 3: alle, die studiert haben und deshalb mehr verdienen, müssen die kosten ihres studiums über einen bestimmten zeitraum (10 jahre, 20 jahre, ...) zurückzahlen. um zusätzl. verwaltungsaufwand zu sparen, ließe sich das bestimmt im zuge der einkommensteuererklärung erledigen.
Vasant, 13. 10. '09 15:03
Ich kann den Faymann nicht mehr hören/ lesen/ sehen!
Egal was der sagt, ich kann den einfach nicht mehr ernst
nehmen. Der redet zu allen Themen nur aus einem Grund,
nämlich damit er halt auch mal was sagen "darf".

Wie kann es sein, dass so ein unbeliebter, erfolgloser und
einfach unangepasster "Politiker" so lange an der Spitze
der SPÖ bleibt und den keiner rauswirft?

Der hat keine Ahnung vom Puls der Zeit und das Wort
polarisieren verwechselt der eindeutig mit ruinieren!

Ich freu mich auf den Tag, wenn der endlich weg ist!!!!
Unglaublich was der Typ da aus der SPÖ macht!