Studiengebühren spalten die Regierung:
Faymann gegen, Pröll für Wiedereinführung
- Bundeskanzler: Keine "finanziellen Schranken" setzen
- Vizekanzler: "Geld ist in der Krise nicht vermehrbar"
·Studiengebühren
wieder im Anmarsch?
Hahn fordert Diskussion
über Wiedereinführung
·Studiengebühren: Hahn blitzt bei SPÖ ab
Koalitionspartner klar gegen Wiedereinführung
·Uni Wien rutscht im
"Times"-Ranking ab
Nur noch auf Rang 132 -
Harvard auf Platz eins
·"Offensichtlich in einer Ho-Ruck-Aktion"
Studiengebühren-Regel
ist verfassungswidrig

Bundeskanzler Werner Faymann im Ministerrat sein Nein zu einer Wiedereinführung der Studiengebühren bekräftigt. Man dürfe keine "finanziellen Schranken" setzen, diese seien aus seiner Sicht "keine Lösung". Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll sprach sich dagegen für Studiengebühren aus.
Es habe im Ministerrat eine Diskussion gegeben, dass die Bedingungen an den Universitäten "nicht gut" seien, räumte Faymann ein. Trotzdem nehme man in der Debatte um eine Wiedereinführung der Studiengebühren einen anderen Standpunkt als der Koalitionspartner ein. Finanzielle Schranken seien keine Antwort.
Pröll sprach sich hingegen wie sein Parteikollege Wissenschaftsminister Johannes Hahn für Studiengebühren aus. Finanzspritzen an die Unis kann sich Pröll nicht vorstellen: "Geld ist in der Krise nicht vermehrbar." Es werde eine Herausforderung, die österreichischen Universitäten zukunftsfit zu machen.
(apa/red)
