Fall Krems: Anwalt der Polizisten beharrt
auf "Angriffsverhalten" der Jugendlichen
- Rienmüller: Flucht in kurzer Zeit möglich gewesen
- Gutachten schürten Zweifel an Notwehr-Version

·Gutachten schüren Zweifel an Notwehr
Krems: Wurde Florian P. vorsätzlich erschossen?
·Florian P. starb 90 Minuten nach Schuss
Auch sofortige Hilfe hätte ihm nicht mehr geholfen
·Krems-Gutachten: Polizisten nie bedroht
Florian P. versteckt sich: Schuss in den Rücken
·Familie und Freunde nehmen Abschied
BILDER: Tiefe Trauer um erschossenen Florian P.
·Krems: Beamte weiterhin im Dienst
Polizei sieht "derzeit keinen Handlungsbedarf"
Im Fall des von der Polizei in einem Kremser Supermarkt erschossenen Florian P. (14) beharrt der Anwalt der Polizisten weiter auf einem "Angriffverhalten" des 14-Jährigen und seines 17 Jahre alten Begleiters. Zuletzt waren auf Basis der Sachverständigengutachten Zweifel an der Polizisten-Version laut geworden, die ihren Waffengebrauch mit einer angeblichen Notwehrsituation rechtfertigen.
Aus den Gutachten gehe "ganz klar hervor, dass die beiden Jugendlichen nicht nur Fluchtverhalten, sondern sehr wohl auch Angriffsverhalten gezeigt hätten", zitiert orf.at Hans-Rainer Rienmüller, den Anwalt der Polizisten. Bereits am ersten Schauplatz des Geschehens - einem dunklen, zehn Meter langen Gang - hätten die Jugendlichen "Angriffsverhalten" erkennen lassen.
Dem ORF gegenüber argumentiert Rienmüller damit, der Verkaufsraum, in den Florian P. lief und wo den 14-Jährigen der tödliche Schuss traf, wäre 30 Meter lang. "Hätte der 14-Jährige flüchten wollen, wäre das binnen kurzer Zeit möglich gewesen", so der ORF unter Berufung auf den Anwalt.
(apa/red)
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