Mobiles Internet ist auf der Überholspur:
Mobilfunktechnik soll Festnetz überflügeln
- UN: Entwicklungsländer für Boom verantwortlich

·Heimisches Breitband
im miesen Mittelfeld
Weltweite Studie ortet großen Nachholbedarf
·Breitband ist kaum mehr wegzudenken
In 70 % der Haushalte - Mobilität wächst rasant
·Mobilem Internet fehlt Geschwindigkeit
Österreich: Surftempo langsamer als beworben
·Österreich Vorreiter bei mobilem Internet
Studie: Weltweit 30 Mio. 3G-Anschlüsse bis 2011
Das mobile Internet wird nach Schätzungen der Vereinten Nationen noch in diesem Jahr das Festnetz beim schnellen Internetzugang überflügeln. Wie die Internationale Fernmeldeunion (ITU) in Genf berichtete, dürften bis Jahresende 600 Millionen Menschen über Handy oder andere mobile Datengeräte ins Internet gehen, aber nur 500 Millionen Menschen über das Festnetz. Insgesamt sei mehr als ein Viertel der Menschheit online.
Vor allem in den Entwicklungsländern ist der Studie der UN-Organisation zufolge das Wachstum beim mobilen Internet stark. Dort seien normale Telefonverbindungen noch immer spärlich. Mobilfunktechnik habe es vielen Menschen ermöglicht, schnell den Anschluss ans weltweite Netz zu bekommen, auch wenn die meisten mobilen Breitbandverbindungen immer noch deutlich langsamer seien als Festnetzanschlüsse.
Seit der Jahrhundertwende schon dominiert der Mobilfunk den Markt für normales Sprachtelefon, wie die ITU weiter berichtet. Fast sieben von zehn Menschen haben inzwischen irgendeine Art von Handyvertrag. Insgesamt sind das 4,6 Milliarden Verträge. Die Zahl der Festnetznutzer dagegen dürfte in diesem Jahr auf etwa 1,1 Milliarden sinken, das wären weniger als einer von fünf Erdenbewohnern. (apa/red)
